Baufinanzierungslexikon Z

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (Z)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Bei Baufinanzierungen bezeichnet die Zahlungsart, zu welchem Zeitpunkt das Kreditinstut die regelmäßigen Raten vom Konto des Darlehensnehmer einzieht. Der Darlehensnehmer kann bei manchen Kreditinstuten zwischen einer vor-, mittel- oder nachschüssigen Zahlung wählen. Während bei Baudarlehen mit vorschüssiger Zahlung direkt am Monatsbeginn eingezogen wird, bucht das Kreditinstut die Rate bei einer mittelschüssigen Zahlungsart zum 15. des laufenden Monats ab. Dementsprechen beudet nachschüssig eine Abbuchum zum 30. des Monats.
Der Zahlungsausfall bezeichnet die Nichtzahlung fälliger Raten durch einen Schuldner an sein Kreditinstut, die aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers dauerhaft ist und somit zu einer Kündigung des Darlehens und der sofortigen Fälligstellung zur Rückzahlung durch das darlehensgebende Kreditinstut führt. Begleicht der Darlehensnehmer die Verbindlichkeiten nicht umgehend, leitet das Kreditinstut Maßnahmen zur Zwangsvollstreckung ein.
Als Zahlungshistorie wird bei der Kreditvergabe an Privatpersonen eine von Auskunfteien an Kreditinstute zur Verfügung gestellte Auflistung von Vertragsverhältnissen des Darlehensnehmers verstanden. In der Historie werden laufende und frühere Darlehen des Kunden ersichtlich, Es werden Girokonten, Mobilfunkunternehmen, Kreditkarten und Darlehen sowie Kredite bei Versandhandelsunternehmen, Leasinggesellschaften und anderen Anbietern aufgelistet. Kredite sind für das Kreditinstut auch noch sichtbar, wenn sie bereits zurückgezahlt wurden: Vollständig abgewickelte Geschäfte bleiben in vielen Fällen auch nach Vertragsende in der Datenbank der Auskunfteien gespeichert.
Als Zahlungsstörung wird ein Verzug des Darlehensnehmer gegenüber dem Kreditinstut beim laufenden Kapitaldienst bezeichnet. Eine Zahlungsstörung ist dabei definiert als ein um mehr als drei Tage verspäteter Zahlungseingang. In diesem Fall handelt es sich um eine leichte Zahlungsstörung. Nach etwa ein bis zwei Wochen Rückstand verschickt das Kreditinstut die erste Mahnung, die den Übergang zu einer mittelschweren Zahlungsstörung definiert. Mit dem Ausgang der zweiten Mahnung manifestiert sich die Zahlungsstörung als gravierend. Wird die dritte Mahnung versendet und kommt es zum Ausbleiben zweier aufeinanderfolgender Zahlungen, wird von einer schweren Zahlungsstörung gesprochen.
Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Schuldner dauerhaft seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Im Bereich der Baufinanzierung bedeutet es, dass die laufenden Darlehensraten für einen längeren Zeitraum nicht mehr gezahlt werden können, obwohl keine besonderen anderweitigen Belastungen zu tragen sind. Das Einkommen des Schuldners reicht dann zur Deckung der Verbindlichkeiten nicht mehr aus.
Die sogenannte Zielbewertungszahl ist ein Kriterium zur Ermittlung der Zuteilungsreife eines Bausparvertrages. Sie gibt die Mindestbewertungszahl an, die ein Bausparvertrag aufweisen muss, um in der aktuellen Zuteilungsperiode berücksichtigt zu werden.
Der Zinsabschlag war bis Ende 2008 eine Form der Kapitalertragssteuer, die Kreditinstute vor der Auszahlung des erzielten Zinsertrages einbehielten und direkt an das Finanzamt abführten. Aus diesem Grund war der Zinsertrag auch als Quellsteuer bekannt, da er direkt an der Quelle, bei Kreditinstut, Versicherung oder Bausparkasse, gezahlt wurde. Seit 2009 gilt für Zinserträge aus Sparanlagen oder Bausparverträgen jedoch die Kapitalertragssteuer, die Verbraucher zahlen müssen, wenn sie den jährlichen Sparerfreibetrag übersteigen.
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man Marktschwankungen und deren Einfluss auf die Darlehenszinsen. Verändern sich die Marktzinsen für ein Finanzprodukt, passt ein Kreditinstut auch die Konditionen an, um weiterhin Gewinne zu erzielen. Kunden kommen mit dem Zinsänderungsrisiko in Berührung, wenn sie eine Baufinanzierung mit variabler Verzinsung aufgenommen haben. In diesem Fall kann sich nach einer Anpassung die monatliche Rate der Baufinanzierung aufgrund der Zinsänderung erhöhen oder reduzieren.
Die Zinsänderungsvereinbarung ist Bestandteil von Darlehensverträgen und regelt die Anpassung eines variablen Zinssatzes an veränderte Marktbedingungen. In der Zinsänderungsvereinbarung ist festgeschrieben, an welchem Zinssatz sich der Darlehenszinssatz orientiert. Dies ist i.d.R. ein bekannter Geldmarktsatz des Interbankenmarktes, der sich durch einen Blick in die Tageszeitung herausfinden lässt, beispielsweise der EURIBOR. Aus diesem Zinssatz leitet sich der Darlehenszins gemäß einer bestimmten Vorgehensweise ab. So kann der Darlehenszins z.B. definiert sein als EURIBOR plus 200 Basispunkte.
Nicht alle Hypothekenfinanzierungen sind mit einer Zinsfestschreibung ausgestattet. Viele Darlehen sind an einen Referenzzinssatz gekoppelt. Der Zinssatz des Darlehens wird dann in regelmäßigen Abständen in Abhängigkeit der Entwicklung dieser Referenz neu festgelegt. So kann im Darlehensvertrag beispielsweise vereinbart sein, dass der Zinssatz sich aus dem EURIBOR zuzüglich 200 Basispunkten zusammensetzt. Steigt der EURIBOR dann an, steigt auch der Darlehenszins.
Als Zinsanpassung bezeichnet man die Veränderung des fälligen Zinssatzes, der bei Baufinanzierungen nach Ablauf der Sollzinsbindung vorgenommen wird. Obwohl der fällige Sollzins bei Baufinanzierungen je nach Kreditinstut bis zu 30 Jahre lang fixiert werden kann, schließen viele Darlehensnehmer kürzere Sollzinsbindungen ab und schaffen es daher nicht, den gesamten Darlehensbetrag in diesem Zeitraum beim Kreditinstut zu tilgen. Folglich muss die noch offene Darlehensschuld anschließend zu den dann gültigen Bauzinsen weiterfinanziert werden.
Viele Hypothekendarlehen werden als Annuitätendarlehen vergeben. Das wesentliche Merkmal solcher Darlehen ist, dass die Raten, die der Darlehensnehmer an sein Kreditinstut zahlt, über die gesamte Laufzeit konstant sind. Ein derart gestalteter Kapitaldienst bedingt, dass der Anteil der Darlehensrate, der auf die Zinsen für den valutierenden Darlehensbetrag entfällt, bei der ersten Zahlung am höchsten ist und dann im Zeitverlauf kontinuierlich sinkt. Analog ist der Anteil des Kapitaldienstes, der auf die Tilgung des Darlehens entfällt, bei der ersten Rate am niedrigsten und dann immer weiter ansteigt.
Ein Zinsaufschlag beschreibt ein Agio auf einen bestimmten Zinssatz, der vom Darlehensnehmer im Rahmen einer Baufinanzierung zu tragen ist. Die Gründe für die Erhebung eines Zinsaufschlags können aus Sicht des darlehensgebenden Kreditinstut unterschiedlich sein. Zum einen ist eine Erhebung aufgrund eines mit der Bonität des Darlehensnehmers verbundenen erhöhten Ausfallrisikos möglich. Dieses kann sich in einer negativen Zahlungshistorie, einem unsicheren Einkommen oder einem ungünstigen Familienstand ergeben.
Der Zins bezeichnet jene Kosten, die der Schuldner dem Gläubiger für das leihweise überlassene Kapital als Ausgleich zahlt. Mithilfe der Zinsberechnung können die exakten Kosten über eine gewisse Laufzeit berechnet werden, beispielsweise über Monate oder Jahre.
Die Zinsbindung ist eine Möglichkeit, bestimmte Zinssätze für einen zuvor festgelegten Zeitraum zu vereinbaren und ihn damit festzusetzen. Es wird auch von einem Festzinsdarlehen gesprochen, denn Marktveränderungen haben darauf zunächst keinen Einfluss.
Als Zinsbindungsfrist bezeichnet man die Zeitspanne einer Zinsgarantie zwischen dem darlehensgebenden Kreditinstitut und dem Darlehensnehmer. Während dieser Zeitspanne kann der Sollzins durch keine der beiden Vertragsparteien verändert werden. Die Zinsbewegungen des internationalen Finanzmarktes haben während dieser Zinsbindungsfrist keinerlei Einfluss auf den vereinbarten Darlehensvertrag.
Kosten, die anfallen, wenn ein Darlehen mit einer Zinsfestschreibung abgeschlossen wird. Wie hoch diese Kosten ausfallen, richtet sich nach der Situation am Kapitalmarkt. Zinsbindungskosten findet man immer in Form eines Aufschlags auf den Zins für variabel verzinste Darlehen. Dieser Aufschlag steigt i.d.R. mit der Laufzeit der Zinsbindung. Er kann je nach Lage an den Finanzmärkten höher oder niedriger ausfallen.
Ein Zinscap ist ein derivatives, auf Zinssätze ausgerichtetes Finanzinstrument, das Bestandteil vieler Darlehensverträge ist und eine Zinsobergrenze fixiert. Es bezieht sich auf einen dem Darlehensvertrag zugrunde gelegten Referenzzinssatz wie beispielsweise der EURIBOR und zahlt am Ende vertraglich vereinbarter Zeitabschnitte die Differenz zwischen dem tatsächlichen Marktzins und dem Capniveau.
Die Zinsdegression bezeichnet den Umstand, dass bei einem Baudarlehen der Zinsanteil am Kapitaldienst im Zeitverlauf abnimmt. Der Zinsanteil hat also einen degressiven Verlauf. Ein Darlehen, das in gleich hohen monatlichen Raten gezahlt wird, wird in der Fachsprache als Annuitätendarlehen bezeichnet. Die Monatsrate setzt sich dabei aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen.
Als Zinsdifferenz wird die Differenz im Zinssatz zweier Darlehen verstanden. Die Zinsdifferenz ist bei der Baufinanzierung in drei unterschiedlichen Zusammenhängen von Bedeutung. Zum einen kann die Differenz im Zinssatz zweier unterschiedlicher Kreditinstute den Ausschlag bei der Entscheidung für einen Finanzierungspartner geben. Zum anderen kann es von Interesse sein, den Finanzierungsbedarf auf zwei Darlehen mit unterschiedlicher Laufzeit aufzuteilen. Dies lohnt sich aber nur dann, wenn die Zinsdifferenz zwischen dem Darlehen mit kurzer Laufzeit und dem mit langer Zinsbindung ausreichend groß ist. Zum Dritten ist die Zinsdifferenz auch bei Fremdwährungsdarlehen von Bedeutung. Das Ausmaß des Zinsunterschieds zwischen der Darlehenswährung und dem Euro ist bei der Frage von Bedeutung, ob es sich lohnt, das mit jeder Fremdwährungsfinanzierung verbundene Wechselkursrisiko auf sich zu nehmen oder ob nicht eine klassische Euro-Finanzierung doch die bessere Lösung ist. Auch hier gilt, dass mit der Zinsdifferenz auch das Pro-Argument für die Fremdwährung an Kraft gewinnt.
Baufinanzierungen können sowohl mit Zinsbindung als auch variabel verzinst werden. Im ersten Fall ist der Zinssatz für die Zeit der Zinsfestschreibung fest, im zweiten Fall wird der Zins an einen Referenzzinssatz gekoppelt und kann sich im Zeitverlauf ändern. Welche Variante günstiger ist, kann nicht pauschal gesagt werden: Eine Zinsbindung ist mit einem Aufschlag auf den Zins verbunden, dessen Höhe sich nach den bei Abschluss des Darlehens herrschenden Bedingungen am Kapitalmarkt richtet. Es ist daher abhängig von der Erwartung des Darlehensnehmers hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Kapitalmarktzins, ob eine Zinsfestschreibung gewählt wird oder nicht. Erwartet der Darlehensnehmer einen Anstieg der Zinsen, der über die Kosten für die Zinsbindung hinausgeht, ist eine Absicherung sinnvoll. Wird dagegen von sinkenden Zinsen ausgegangen, macht eine Zinsbindung keinen Sinn, da damit lediglich die schlechten Konditionen für längere Zeit festgeschrieben und damit die Gesamtkosten der Baufinanzierung höher werden.
Der Zinseszins ist der Zinssatz einer Geldanlage, mit dem bereits zu einem früheren Zeitpunkt erwirtschaftete und nicht zu anderen Zwecken abgezogene Zinsen wiederum verzinst werden. Werden auf einem Sparkonto mit einem Zinssatz von sechs Prozent, 100 Euro für ein Jahr angelegt, beläuft sich die Zinsgutschrift nach 12 Monaten auf sechs Euro. Verbleibt dieses Geld auf dem Konto werden nun 106 Euro für ein weiteres Jahr zu sechs Prozent Zinsen angelegt. Es erfolgt nach Ablauf des Jahres eine Zinsgutschrift in Höhe von 6,24 Euro. Also 24 Cent mehr, die den Zinseszinsen zuzurechnen sind. Der Zinseszins tritt also immer erst ab der zweiten Verzinsungsperiode auf, wobei eine Verzinsungsperiode definiert ist als der Zeitraum zwischen der Anlage und dem Zeitpunkt der Gutschrift von Zinsen.
Der Zinseszinseffekt beschreibt, wie sich eine Geldanlage im Laufe der Zeit entwickelt, wenn dem anfänglich eingesetzten Kapital nicht nur die Zinsen gutgeschrieben werden, sondern auch bereits erzielte Erträge verzinst werden. Wird zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Betrag X zum Zinssatz I angelegt, werden nach Ablauf der ersten Verzinsungsperiode die Zinsen gutgeschrieben. Schon in der zweiten Verzinsungsperiode fallen dann zusätzliche Erträge an, weil auch die Zinsen der ersten Periode dem Zinssatz unterliegen. Einen konstanten Zinssatz vorausgesetzt steigt somit der Kapitalzuwachs bzw. der Gewinn ab der zweiten Periode an, ohne dass zusätzliche Einzahlungen getätigt worden sind.
Bei Abschluss eines Darlehens zur Baufinanzierung, wird mit dem Kreditgeber entweder ein variabler oder ein fester Zinssatz vereinbart. Bei einem variablen Zinssatz trägt der Darlehensnehmer die Risiken von Zinsänderungen, wohingegen bei einer Zinsfestschreibung die Zinsen unveränderlich sind. Feste Zinssätze können entweder für die Gesamtlaufzeit oder einen Teilzeitraum des Darlehensvertrages vereinbart werden.
Bei Baufinanzierungen spielt der Zinssatz, der im Darlehensvertrag vereinbart wird, eine wichtige Rolle. Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie teuer die Baufinanzierung letztendlich wird und in welchem Zeitraum der Darlehensnehmer sämtliche Verbindlichkeiten zurückzahlen kann. Zum Zeitpunkt der Darlehensaufnahme ist es deshalb sinnvoll, die aktuellen Zinsen mit denen früherer Zeiten zu vergleichen um zu erkennen, ob das gegenwärtige Zinsniveau günstig ist oder nicht. Mitunter kann es beim Blick auf die Zinshistorie ratsam erscheinen, ein Vorhaben zeitlich zu verschieben. Auch kann der Abschluss eines Forward-Darlehens sinnvoll sein, wenn ein günstiges Zinsniveau für eine Baufinanzierung gesichert werden soll, die erst in der Zukunft stattfindet. Ein Blick auf die Zinshistorie zeigt, wie ein bestimmtes Zinsniveau einzuordnen ist und gibt somit einen Anhaltspunkt, aus dem durchaus auch Entscheidungen abgeleitet werden können. Gleichwohl taugt die Zinshistorie als solche nicht allein, um den künftigen Zinssatz zu prognostizieren.
Die Zinskosten sind die Kosten einer Baufinanzierung, die aus den anfallenden Sollzinsen des aufgenommenen Darlehens bestehen. Die Höhe der Zinskosten richtet sich nach der Höhe des Zinssatzes, dem Volumen der Darlehenssumme und der Laufzeit des Baudarlehens. Auch die zeitliche Struktur der Tilgung hat Einfluss auf die Zinskosten.
Eine Zinsprognose versucht, die künftige Entwicklung der Zinsen für Baudarlehen vorherzusagen. Wie jede auf die Zukunft ausgerichtete Aussage ist auch die Zinsprognose sehr unsicher. Zinsprognosen werden von Kreditinstuten, Versicherungen sowie von Wirtschaftsforschungsinstituten und Analysten publiziert. Dabei kommen verschiedene Variablen zum Einsatz. Dazu gehören geldpolitische Elemente ebenso wie konjunkturelle Rahmendaten.
Bei einer Zinsprogression wird im Darlehensvertrag vereinbart, dass zunächst ein geringerer Zinssatz gilt, der dann im Zeitverlauf jedoch stark ansteigt. Der Darlehensnehmer holt bei Baufinanzierungen mit einer Zinsprogression den Zinssatz, den er zunächst einspart, also später auf. Eine Zinsprogression kann grundsätzlich in jedem Darlehensvertrag vereinbart werden, findet sich in der Praxis aber relativ selten. Nur wenige Kreditinstute machen von diesem Modell Gebrauch. Es ist i.d.R. an jüngere Darlehensnehmer gerichtet. Diese sollen die Möglichkeit haben, auch kurz nach dem Einstieg ins Erwerbsleben mit einer Baufinanzierung zu beginnen.
Das Zinsrisiko beschreibt das Risiko eines sich ändernden Darlehenszinssatzes im Tilgungsverlauf. Es betrifft somit ausschließlich Finanzierungen ohne Zinsfestschreibung bzw. solche, bei denen nach Ablauf der ersten Zinsbindungsfrist eine Anschlussfinanzierung notwendig wird, weil noch nicht alle Verbindlichkeiten getilgt sind.
Als Zinssenkung wird im Zusammenhang mit der Baufinanzierung entweder die nach unten gerichtete Anpassung eines variabel gestalteten Darlehenszinses aufgrund eines gesunkenen Referenzzinssatzes oder aber die Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank gemeint, wobei beide Ereignisse im Zusammenhang miteinander stehen.
Als Zinsspanne wird ganz allgemein die Differenz zwischen zwei prinzipiell beliebigen Zinssätzen bezeichnet. Es kann sich bei der Zinsspanne so beispielsweise um die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Zinssatze eines Angebots handeln. Welcher Zins dann gilt, richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten. So kann ein Kreditinstut festlegen, dass der Zinssatz für Baufinanzierungen mit einem Beleihungsauslauf von 60 Prozent zwischen vier und sechs Prozent im Jahr liegt. Die Differenz zwischen diesen beiden Zinssätzen ist dann die Zinsspanne. Welchen Zins der Darlehensnehmer erhält, richtet sich dann nach Kriterien wie Bonität, der Art und der Lage des Objektes und dem Ausgang der Verhandlungen.
Als Zinsstaffelung wird eine Unterteilung des Darlehenszinssatzes bei einer Baufinanzierung verstanden, die vom darlehensgebenden Kreditinstut in Abhängigkeit von verschiedenen Variablen vorgenommen wird. Zinsstaffelungen kommen dabei regelmäßig in Hinblick auf die Bonität des Darlehensnehmer sowie in Bezug auf den Beleihungsauslauf, der bei einem Bau- oder Erwerbsvorhaben zu verzeichnen ist, zur Anwendung. Dabei gilt, dass der Darlehenszins umso günstiger ist, je besser die Bonität des Darlehensnehmers beurteilt wird und je geringer der Beleihungsauslauf des Vorhabens ist.
Eine Zinsuntergrenze beschreibt in einem Darlehensvertrag einen Zinssatz, der während der gesamten Laufzeit nicht unterschritten wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Referenzzinssatz, der dem Darlehen zugrundegelegt wird, unter die Zinsuntergrenze fällt. Die Zinsuntergrenze ist damit das Analogon zu einem Zinscap, das den Darlehenszins der Höhe nach auf ein bestimmtes Niveau begrenzt und den Darlehensnehmer so gegen hohe Kosten im Fall einer ungünstigen Entwicklung der Zinsen am Kapitalmarkt absichert.
Interessenten, die ein Haus erwerben möchten, sind gut beraten, vor dem Abschluss eines Darlehensvertrages die Konditionen möglichst vieler Kreditinstitute sorgfältig miteinander zu vergleichen. Ein Zinsvergleich ermöglicht es, die niedrigsten Zinsen am Markt zu finden und dadurch die Gesamtkosten der Baufinanzierung sowie den laufenden Kapitaldienst so gering wie möglich zu halten. Die Zinsen der Kreditinstitute miteinander zu vergleichen ist die zentrale Aufgabe von BaufiAgent - den Experten der Baufinanzierung. Wir arbeiten mit über 400 Kreditinstituten zusammen und finden immer den günstigsten Zins für Ihre Baufinanzierung - mit Sicherheit!
Wer eine Baufinanzierung plant, sollte dabei versuchen, die Kosten des Darlehens so gering wie möglich zu halten. Zinsverhandlungen mit den Kreditinstituten sind eine Möglichkeit dazu. Entgegen der landläufigen Meinung lohnt es sich durchaus, das erste Angebot des Finanzierungspartners nicht sofort anzunehmen, sondern eine Nachbesserung bei den Konditionen zu verlangen. Die Chancen auf einen Rabatt stehen umso besser, je höher die Kreditwürdigkeit des Antragstellers ist. Auch der Anteil des Eigenkapitals an der Finanzierung spielt eine wichtige Rolle. BaufiAgent übernimmt in Ihrem Auftrag die Verhandlungen mit den Kreditinstituten. Dazu arbeiten wir mit über 400 Kreditinstituten zusammen und finden immer die optimale Baufinanzierung die zu Ihnen passt. Versprochen!
Kreditinstute erheben für grundpfandrechtlich besicherte Darlehen unterschiedlich hohe Zinsen und richten ihre Angebot an bestimmten Größen aus, anhand derer ein Zuschlag zur Basisverzinsung bemessen wird. Insbesondere ein höherer Beleihungsauslauf ist dabei ursächlich für Zinszuschläge. Der Grund für das Vorgehen der Kreditinstute liegt in dem höheren Risiko. Kann ein Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht mehr nachkommen, kündigt das Kreditinstut dieses Darlehen. Das Kreditinstut verkauft dann die Immobilie und versucht auf diesem Wege, ihre Außenstände einzutreiben. Gerade im Zuge einer Zwangsversteigerung aber kann oft kein guter Preis erzielt werden und der Verkaufserlös deckt oft nicht die offenen Verbindlichkeiten. Dieses Risiko steigt umso mehr, je geringer der Eigenkapitalanteil ist, den der Darlehensnehmer aus eigener Tasche zur Finanzierung der Immobilie bereitstellt. Das Eigenkapital wirkt als Sicherheitspuffer für das Kreditinstut. Deshalb wird bei geringen Eigenkapitalanteilen ein Zuschlag erhoben.
Als Zinszyklus wird in der volkswirtschaftlichen Theorie die in wiederkehrenden Mustern verlaufende Veränderung des Zinsniveaus einer Volkswirtschaft verstanden. Gemäß der Theorie steht die Entwicklung des Zinssatzes dabei in engem Zusammenhang mit der Entwicklung von Löhnen und Preisen sowie dem wirtschaftlichen Wachstum.
Zulagen werden in Deutschland vom Staat unter gewissen Umständen Käufern oder Bauherren gewährt, wenn diese eine zur Selbstnutzung bestimmte Immobilie erwerben. Leider wurde die Eigenheimzulage im Jahr 2009 eingestellt und momentan besteht nur noch die Riester-Zulage, die jedoch keinen Ersatz der Eigenheimzulage darstellt. Sie wird gewährt, wenn Eigentümer einen geförderten Altersvorsorgevertrag unterhalten und diesen zur Baufinanzierung nutzen. Der Staat fördert jedoch nur, wenn der Vertragsinhaber bestimmte Voraussetzungen erfüllt.
Ist das Mindestsparguthaben in einem Bausparvertrag angespart und die entsprechende Bewertungszahl erreicht, ist ein Bausparvertrag zuteilungsreif. Meist beträgt das Mindestsparguthaben zwischen 30 und 50 Prozent der Bausparsumme. Bei der Zuteilung gibt die Bausparkasse die Bausparsumme zur Auszahlung frei und der Bausparer kann über das günstige Bauspardarlehen verfügen.
Die Zuteilung eines Bausparvertrages ist die letzte Etappe vor der Auszahlung des günstigen Bauspardarlehens. Die Zuteilung erfolgt nicht sofort wenn das erforderliche Bausparguthaben angespart ist. Denn bevor der Bausparvertrag endgültig zugeteilt werden kann, muss er die Zielberwertungszahl erreichen.
Der Zuteilungstermin ist der Tag, an dem über die Auszahlung eines Bausparvertrags entschieden wird. Ein Bausparvertrag besteht aus einer Anspar- und einer Darlehensphase, der Zuteilungstermin bezeichnet das Ende der Anspar- und den Übergang in die Darlehensphase, wenn der Bausparer das zinsgünstige Bauspardarlehen annimmtt.
Die Zwangsversteigerung ist das letzte Mittel gerichtlicher Zwangsvollstreckungsmaßnahmen. Sie wird gegen den Besitzer einer Immobilie durchgeführt und beschreibt die durch das örtlich zuständige Amtsgericht durchgeführte öffentliche Versteigerung eines Objektes mit dem Ziel, durch den Erlös die bestehenden und nicht auf anderem Wege zu bedienenden Ansprüche der Gläubiger zu decken. Dabei werden bevorzugt diejenigen als Gläubiger auftretenden Parteien durch den Erlös befriedigt, die im Grundbuch als Berechtigte an der Immobilie eingetragen sind, wobei die Rangfolge dabei von übergeordneter Bedeutung ist.
Die Zweckbestimmungserklärung ist eine Vereinbarung zwischen dem Kreditinstut und dem Darlehensnehmer bzw. Grundstückseigentümer über den Umfang der durch die Grundschuld gesicherten Verbindlichkeiten.
Eine Zweckerklärung ist ein wichtiger Bestandteil von Baufinanzierungen, die über eine Grundschuld oder eine Hypothek abgesichert werden. Durch die Zweckerklärung wird vertraglich genau definiert, welche Verbindlichkeit durch welche im Grundbuch vermerkte dingliche Schuld abgesichert wird. Darüber hinaus werden in der Zweckerklärung meist auch Details der Haftung definiert.
Als Zweitimmobilie bezeichnet man ein Objekt, dessen Eigentümer bereits eine andere Immobilie besitzt. In den meisten Fällen wird eine Zweitimmobilie neben dem zur Selbstnutzung bestimmten Objekt angeschafft, um zusätzliche Vermögensbildung und damit auch Vorsorge für den Ruhestand zu betreiben. Die Zweitimmobilie wird dabei mit einem Festdarlehen finanziert und vermietet. Dem Kapitaldienst stehen somit regelmäßige Mieteinnahmen entgegen, sofern die Zweitimmobilie dauerhaft vermietet werden kann. Darüber hinaus kann der Eigentümer die Zinsen für die Finanzierung als Betriebskosten steuerlich geltend machen, so dass neben den Mieteinnahmen auch ein höheres Nettoeinkommen zur Deckung des Kapitaldienstes zur Verfügung steht. Bei einer guten Planung und Konzeption des Vorhaben und einer günstigen Finanzierung trägt sich die Zweitimmobilie zu einem erheblichen Teil selbst.
Zwischenfinanzierungen dienen zur Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs bis zur endgültigen Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel. Zwischenfinanzierungen finden im Allgemeinen ihre Anwendung innerhalb der Bauphase zur Begleichung evtl. anfallender Kosten wie z.B. Handwerkerrechnungen. Eine andere Möglichkeit bestehr darin, wenn ein Kunde zwar über die finanziellen Mittel, um eine Immobilie zu kaufen verfügt, aber über das Geld erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügen kann. Die Finanzierungslücke kann in diesem Fall mit einer Zwischenfinanzierung überbrückt werden.

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