Baufinanzierungslexikon W

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (W)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Wärmedämmung bezeichnet im weitesten Sinne alle baulichen Maßnahmen, die der Reduzierung des thermischen Wärmeverlustes von Immobilien dienen und so die notwendigen Energiekosten bei der Beheizung von Räumen verringern. Die technischen Möglichkeiten bei der Wärmedämmung haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert und führen bei korrekter Anwendung zu effizienten Ergebnissen.
Baufinanzierungen, bei denen Fremdwährungsdarlehen eingesetzt werden, bieten dem Darlehensnehmer die Chance, durch Wechselkursgewinne Teile der Schulden zu begleichen, ohne tatsächlich eine Zahlung zu leisten. Wechselkursgewinne entstehen, wenn der Kurs der Fremdwährung im Vergleich zum Euro sinkt. Der Darlehensnehmer muss dann weniger Euros zahlen, um seine Verbindlichkeiten in der Fremdkreditwährung zu tilgen, als es am Tag der Darlehensauszahlung der Fall war.
Wechselkursrisiken sind im Bereich der Baufinanzierung immer dann von Bedeutung, wenn Darlehen in einer Fremdwährung aufgenommen werden. Das Wechselkursrisiko bezeichnet dabei das Risiko, dass der Wert der Fremdwährung gegenüber dem Euro steigt und damit die reale Schuldenlast des Darlehensnehmers erhöht.
Ein Wegerecht ist das Recht einer Partei über ein fremdes Grundstück zu gehen oder zu fahren. Inhaber eines Wegerechts können die Nachbarn oder auch Versorger wie die Stadtwerke sein. Ein eingetragenes Wegerecht kann den Wert einer Immobilie mindern und damit auch die Konditionen der Baufinanzierung beeinträchtigen. Mögliche eingetragene Wegerechte auf einem Objekt sollten daher bereits vor dem Notartermin geklärt sein. In Deutschland gibt es drei Möglichkeiten, ein Wegerecht geltend zu machen: über einen schuldrechtlichen Vertrag, den Eintrag des Rechtes als Grunddienstbarkeit ins Grundbuch der Immobilie oder als Baulast.
Bestimmte Aufwendungen (Darlehenszinsen, Disagio, Abschreibungen, Bewirtschaftungskosten) sind bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung steuerlich abzugsfähige Werbungskosten.
Als Wertbeständigkeit wird die Eigenschaft eines Vermögensgegenstandes bezeichnet, das vom Investor eingesetzte Kapital dauerhaft zu erhalten. Wertbeständige Vermögensgegenstände zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie deutlich weniger Schwankungen unterliegen als es beispielsweise bei Aktien der Fall ist. Eine exakte Definition des Begriffs hinsichtlich prozentualer Wertänderungen existiert allerdings nicht.
Bei der Wertermittlung handelt es sich um ein wesentliches Kriterium der Darlehensvergabe. Kreditinstitute wünschen eine möglichst genaue Feststellung, in welcher Höhe die zur Verfügung stehenden Sicherheiten im Notfall verwertet werden können. Aus diesem Grund geben die Kreditinstitute meist eine Wertermittlung in Auftrag. Sinn und Zweck dieses Verfahren ist es, den Wert eines Wirtschaftsgutes zu ermitteln. Hierbei wird unterschieden zwischen dem Verkehrs- oder Marktwert sowie dem Beleihungswert des zu prüfenden Gegenstandes. Im Rahmen der Baufinanzierung handelt es sich meist um Gebäude oder Grundstücke. Im Gegensatz zum individuellen Preis eines Wirtschaftsgutes kann der festgestellte Wert sowohl nach oben als auch nach untern variieren.
Wertermittlungsgebühren stellen die Kosten dar, die ein Gutachter für die Ermittlung des Verkehrswertes einer Immobilie verlangt. Bis zum Jahr 2007 war die Erstellung eines Wertermittlungsgutachtens obligatorisch, um eine Immobilie über ein Kreditinstitut zu finanzieren.
Ein Wertgutachten ist ein schriftliches, von einem Gutachter verfasstes Dokument, das den Wert einer bestehenden oder geplanten Immobilie beziffert. Ein Wertgutachten sollten Verbraucher unbedingt vor der Planung eines Neubaus, aber eventuell auch vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie anfertigen lassen um einschätzen zu können, ob die angesetzten Kosten für Kauf oder Bau gerechtfertigt sind. Darüber hinaus ist das Wertgutachten jedoch auch für den Kreditgeber von entscheidender Rolle.
Die Wertpapiertilgung bezeichnet die Tilgung eines Baudarlehens durch Wertpapiere. Grundsätzlich steht dieser Begriff für jede Form der Ablösung eines Darlehens durch Wertpapiere, die dem Kreditgeber übergeben werden. Oft bezeichnet dieser Begriff jedoch eine Baufinanzierung, bei der die Tilgung über das Ansparen von Wertpapieren in einem Tilgungsträger gesichert wird. Es handelt sich dabei um endfällige Darlehen, bei denen während der Laufzeit entweder nur die Zinsen gezahlt werden oder aber gar keine Zahlungen auf das Darlehenskonto erfolgen.
Bei einer Immobilie ist es wichtig, nicht nur den Wert über die Jahre zu erhalten, sondern auch, im Hinblick auf steigende Inflationsraten oder demografische Veränderungen, zu steigern. Dabei sollten künftige Eigentümer darauf achten, dass sie hochwertige und beständige Materialien verwenden und einfach zu vergrößernde Wohnflächen gewährleisten, etwa durch leichte Trennwände oder flexible Schiebeelemente. Wenn nämlich der Nachwuchs ausgezogen ist und das Haus eventuell vermietet werden soll, können größere und weniger unterteilte Wohnflächen höhere Mieteinnahmen erbringen. Vor allem im Hinblick auf eine steigende Anzahl älterer Menschen sind große und nicht stark verwinkelte Wohnflächen leichter umzubauen, wenn es um den nachträglichen Einbau von Rollstuhlrampen etc. geht (Stichwort barrierefreies Wohnen).
Immobilien können aus unterschiedlichen Gründen an Wert verlieren. Zum einen muss bei zunehmender Nutzung die Abnutzung eines Objektes wertmindernd berücksichtigt werden. Man kann davon auszugehen, dass der jährliche Wertverlust in den ersten Jahren nach Erstellung einer Immobilie deutlich über ein Prozent hinausgeht. Wer in einen Neubau einzieht und diesen nach zwei Jahren wieder verkauft, muss in jedem Fall mit einem Abschlag von etwa fünf Prozent auf den Kaufpreis rechnen, auch wenn sich sonst nichts an der Beschaffenheit des Objektes verändert hat.
Der Wertzuwachs einer Immobilie ist eine mögliche Komponente, aus denen die Rendite eines Immobilienerwerbs bestehen kann. Bei Immobilien, die nicht der Selbstnutzung durch den Besitzer sondern der Vermietung dienen, besteht die Rendite aus den Überschüssen der Mieteinnahmen über den Finanzierungskosten, aus dem Anstieg des Immobilenwertes und den steuerlichen Vergünstigungen, die durch die Absetzbarkeit der Finanzierungskosten von der Einkommensteuer erzielt werden können. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass die Überschusse aus Mieteinnahmen zweitweise negativ sein können.
Der Wiederbeschaffungswert ist im Zusammenhang mit Immobilieneigentum eine Leistungsregelung in der Hausratversicherung, die dem Versicherungsnehmer im Schadensfall Ersatz in Höhe des zur Neuanschaffung verlorener oder beschädigter Gegenstände in notwendiger Höhe leistet. Der Neuwert orientiert sich nicht am rechnerischen Restwert, der durch einen Verkauf der gebrauchten Gegenstände erzielt worden wäre. Der Wiederbeschaffungswert findet darüber hinaus auch Anwendung bei der Wohngebäudeversicherung. Die bei einer Zerstörung der versicherten Immobilie, beispielsweise durch Brand, den zur Wiederherstellung eines gleichwertigen Objektes bezogen auf den Neuzustand notwendigen Wertersatz leistet. Weitere wichtige Versicherungen für Immobilienbesitzer.
Eine Wirtschaftsauskunftei sammelt wirtschaftsrelevante Daten von Unternehmen und Privatpersonen und übermittelt diese an Geschäftspartner gemäß den Richtlinien des Bundesdatenschutzgesetzes.
Die Wohneigentumsprogramme sind Darlehensprogramme der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau, das Privathaushalten bei der Finanzierung von zur Selbstnutzung bestimmten Wohnraum unterstützen soll. Die KfW fördert dabei mit Darlehen die Finanzierung bis zur Höhe von 30 Prozent der angemessenen Investitionskosten, maximal werden 100.000 Euro vergeben. Die Laufzeit dieser Förderdarlehen kann wahlweise 20 oder 35 Jahre betragen und es können Zinsbindungen von 5, 10 und 15 Jahren vereinbart werden. Darüber hinaus stehen wahlweise drei oder fünf tilgungsfreie Anlaufjahre nach Auszahlung zur Verfügung. Darlehen aus dem Wohneigentumsprogramm können nachrangig ins Grundbuch eingetragen werden, ohne dass dafür ein Aufschlag auf den Sollzinssatz erhoben wird. Die Darlehen eignen sich dementsprechend für Finanzierungen in Kombination mit einer Hypothek von ausgesuchten Kreditgebern. BaufiAgent unterstützt Sie bei der Beantragung, da Sie diese KfW-Darlehen nicht selbst beantragen dürfen.
Die Wohnflächenberechnung ist ein amtlich genormtes Verfahren zur Feststellung der Wohnfläche eines privat genutzten Gebäudes. Die amtliche Berechnungsmethode gilt zwar prinzipiell ausschließlich für den öffentlich geförderten Wohnungsbau, konnte sich in der Vergangenheit aber als universal angewendete Verfahrensweise etablieren und steht weitgehend konkurrenzlos im Raum. Die Wohnflächenberechnung enthält detaillierte Vorschriften und legt im Detail fest, wie die Größe einer Wohnung bestimmt wird. Eine exakte Vorgehensweise ist für die Baufinanzierung von größter Bedeutung, da sich an der Wohnfläche die wohnwirtschaftlich nutzbare Gesamtfläche der Immobilie orientiert.
Bei Außenanlagen denken die meisten Bauherrn an Garten, Bäume, Hecke und Gartenzaun. Zur den Außenanlagen gehören aber auch alle Versorgungs- und Entsorgungsleitungen vom Haus bis zur Grundstücksgrenze. Auch die Befestigung der Wegen und Pflasterungen gehören dazu. Die Kosten für die Außenanlagen können zum Teil zu den Herstellungskosten hinzu gerechnet werden.
Als Wohnförderkonto wird ein fiktives Konto bezeichnet, dass im Rahmen staatlich geförderter Altersvorsorgeverträge eingerichtet wird. Auf dem Wohnförderkonto werden die aus dem Vertrag entnommenen Einzahlungen sowie die staatlichen Zulagen fiktiv gebucht, sodass sich, auch wenn sich de facto kein Guthaben auf dem Konto befindet, eine wertmäßige Entwicklung ergibt, aus der sich die Schuld des Vertragsinhabers und damit die bis zum Beginn der Rentenphase notwendigen Rückführungen ergeben.
Um eine Wohngebäudeversicherung kommt kein Hausbesitzer herum, allein schon deshalb nicht, weil diese Versicherung in den meisten Fällen vom Kreditgeber für die Darlehensvergabe vorausgesetzt wird und sie in manchen Teilen Deutschlands sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Genau genommen handelt es sich dabei nicht um eine einzige Versicherung, sondern um einen Verbund aus fünf einzelnen Versicherungen. Daher leitet sich auch die alternative Bezeichnung verbundene Wohngebäudeversicherung ab. Alle wichtigen Informationen zur Wohngebäudeversicherung.
Bei einem Wohnkredit handelt es sich nicht um eine Baufinanzierung, sondern um einen klassischen Ratenkredit, der jedoch mit einer Zweckbindung vergeben wird. Wohnkredite werden üblicherweise für Summen zwischen 5.000 und 50.000 Euro mit Laufzeiten zwischen einem und zehn Jahren vergeben. Das geliehene Geld des Wohnkredites muss für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden. Aus dieser Zweckbindung folgt, dass der Kunde das geliehene Geld auch vollständig für einen zuvor vereinbarten Zweck einsetzen und dem Kreditgeber diese Verwendung durch Kostenvoranschläge oder Rechnungen nachweisen muss.

BaufiAgent empfiehlt statt eines Wohnkredites die direkte Aufnahme eines Modernisierungsdarlehens. Dieses bietet Eigentümern eine günstigere Möglichkeit, anfallende Modernisierungen, Renovierungen oder Umbaumaßnahmen an ihren eigenen vier Wänden vorzunehmen, auch wenn die eigenen Ersparnisse für die Ausgaben aktuell nicht ausreichen. Weitere Informationen zu Modernisierungsdarlehen.
Das Programm "Wohnraum modernisieren" bezeichnet eines der KfW-Darlehens Programme, mit dem Immobilieneigentümer notwendige Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an ihrem Objekt durchführen können. Insbesondere werden auch bauliche Maßnahmen finanziert, die der Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes dienen, wobei der Schwerpunkt hier auf einer Reduktion des Transmissionswärmeverlustes und einem insgesamt geringeren Verbrauch von Primärenergie liegt. BaufiAgent - die Experten der Baufinanzierung beraten Sie gerne und beantragen dieses Wohnraummodernisierungsprogramm für Sie. Informationen zur staatlichen Förderung von Wohnraum.
Unter einem Wohnrecht, oder auch Wohnungsrecht, ist ein gesetzlich verankertes Nießbrauchrecht zu verstehen. Kunden, die das Wohnrecht über eine Immobilie haben, sind dazu berechtigt, das Objekt vollständig oder teilweise zu bewohnen, auch wenn sie nicht Besitzer sind. Ein vergebenes Wohnrecht wird stets bis zu dessen Widerruf oder Erlöschen im Grundbuch der Immobilie eingetragen. Grundsätzlich erlischt das Wohnrecht mit dem Tod des Berechtigten oder durch einvernehmliche Aufhebung des übertragenen Rechtes.
Wohnungsbaugenossenschaften sind Gemeinschaften, die Wohnungen erstellen und erwrrben und sie ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Die Mitglieder zahlen Miete an die Gemeinschaft und erhalten Gewinne gemäß ihrer Anteile, so dass sich mit steigendem Anteilsvolumen die Nettomietzahlung verringert.
Mit der Wohnungsbauprämie fördert der Staat Bausparer, die mithilfe eines Bausparvertrages Kapital ansparen. Wie die Arbeitnehmersparzulage soll auch die Wohnungsbauprämie Sparer bei der Vermögensbildung unterstützen. Wer die Förderbedingungen erfüllt, erhält 8,8 Prozent der eingezahlten Beträge als Zuschuss. Die jährliche Höchstprämie liegt, bedingt durch Höchstspareinlagen, bei 45 Euro für ledige sowie 90 Euro für verheiratete Bausparer. Um die Förderung zu erhalten, müssen Bausparer nachweisen, dass sie das auf diese Weise angesparte Kapital für den Kauf, den Bau oder die Modernisierung einer Wohnimmobilie verwenden.
Als Wohnungsbauförderung bzw. Wohnraumförderung, wird die finanzielle Unterstützung aus Landesmitteln von selbstgenutzten Häusern und Wohnungen bezeichnet. Eine Förderung ist durch zinsgünstige Baudarlehen oder Zuschüsse für den Kauf, Bau oder die Sanierung einer Wohnimmobilie möglich. Um von den Fördermitteln zu profitieren, darf eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten werden. Die Mittel zur Wohnungsbauförderung werden von den einzelnen Bundesländern zum Teil nach unterschiedlichen Kriterien vergeben.
Beim Wohnungseigentum handelt es sich um eine Form des Eigentums, die sich auf zu Wohnzwecken dienende Räume bezieht und als klar abgrenzbare Einheit innerhalb eines Mehrparteienhauses befinden. Hierbei ist das Teileigentum zu unterscheiden, das wie das Wohnungseigentum auch im Wohnungseigentumsgesetz geregelt ist, allerdings nur für Räume ohne Wohnzweck begründet werden kann.
Im Jahre 1951 und damit in Zeiten eines sehr hohen Wohnraumbedarfes infolge des Zweiten Weltkrieges, ist das Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht, kurz Wohnungseigentumsgesetz (WEG oder seltener WoEigG) in Kraft getreten. Es ist die rechtliche Grundlage für jedes Wohnungseigentum. Als solches regelt es sämtliche Rechte und Pflichten eines Wohnungsbesitzers oder einer Eigentümergemeinschaft eines formell geteilten Grundstücks oder Gebäudes.
Eine moderne Wohnungsfinanzierung bietet den Darlehensnehmern hohe Flexibilität bei der Ausgestaltung von Darlehensverträgen. Einerseits bieten Kreditinstitute im standardisierten Verfahren die klassischen Hypotheken- und Baudarlehen, andererseits sind je nach Bonität und Eigenkapital auch individuelle Finanzierungsarten möglich. BaufiAgent - die Experten der Baufinanzierung seit 1981 - bieten Ihnen durchdachte Finanzierungskonzepte und günstigste Zinsen. Wir vermitteln für über 400 Banken, Förderbanken und Bausparkassen. Günstiger als bei BaufiAgent ... geht doch gar nicht!
Wohn-Riester ist die umgangssprachliche Bezeichnung der Eigenheimrente, die eine Fortentwicklung der gewöhnlichen Riester-Rente darstellt, deren Namensgeber der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester war. Der Wohn-Riester ermöglicht es, staatlich geförderte Altersvorsorge-Verträge zur Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums zu nutzen. Dabei können sowohl bereits bestehende Vertragsguthaben als auch die laufenden Einzahlungen zur Tilgung eines Baudarlehens genutzt werden. Der Staat fördert die Verträge durch Zuschüsse zum Vertragsguthaben sowie durch steuerliche Vergünstigungen. Die Einzahlungen können bis zu maximal 2.100 Euro jährlich im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden. Darüber hinaus erhält jeder Vertragsinhaber einen Zuschuss von 154 Euro pro Jahr. Für jedes kindergeldberechtigte Kind werden zusätzlich 185 Euro im Jahr gezahlt bzw. 300 Euro, sofern das Kind nach dem Jahr 2007 geboren ist.
Die Wohn-Riester-Förderung ist durch das Eigenheimrentengesetz geregelt. Die Zuschüsse bestehen aus der Grundzulage von 154 Euro im Jahr und der Kinderzulage, 185 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind bzw. 300 Euro für Kinder, die nach dem Jahr 2007 geboren sind. Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen Vertragsinhaber jedes Jahr vier Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in den Vertrag einzahlen, maximal jedoch 2.100 Euro abzüglich der erhaltenen Zulagen. Wird kein Einkommen bzw. ein nur sehr geringes erzielt, kann der Anspruch auf die Zuschüsse auch mit der Einzahlung des Sockelbeitrages von 60 Euro im Jahr erworben werden.

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