Baufinanzierungslexikon V

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (V)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Die Valutenbescheinigung (auch Gläubigerbestätigung) gibt Auskunft über die Höhe eines Kontosaldos zu einem bestimmten Wertstellungstermin (Valuta). Im Rahmen von Umschuldungen enthält sie zusätzliche Daten für die Ablösung. Sie wird vom abzulösenden Kreditinstitut ausgestellt und hat folgende Eckdaten: Datum der Ablösung, Ablösesumme ggf. anfallende Tageszinsen, Empfängerkonto der Ablösesumme und Verwendungszweck. Sind in einer Valutenbescheinigung zusätzlich Treuhandauflagen enthalten, spricht man von einem Treuhandauftrag.
Ein Darlehen mit veränderlichem Sollzins wird kurz variables Darlehen genannt. Dieses Darlehen hat im Gegensatz zu einem Festzinsdarlehen keine Sollzinsbindungbei der der Zinssatz unveränderlich bleiben würde. Bein variablen Darlehen kann das kreditgebende Institut den Zinssatz während der Laufzeit einseitig verändern. Damit birgt ein variables Darlehen für den Darlehensnehmer sowohl ein gewisses Zinsänderungsrisiko als auch eine Chance. In der Regel kann der Darlehensnehmer bei Darlehensaufnahme günstigere Einstiegskonditionen erhalten als bei einem Festzinsdarlehen mit einer langen Zinsbindung.
Darlehensnehmer können bei der Baufinanzierung im Bereich der Hypotheken grundsätzlich zwei verschiedene Modelle im Hinblick auf die Verzinsung auswählen: Zum einen kann der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum oder auch den gesamten Tilgungszeitraum durch eine Zinsbindung festgeschrieben werden. Zum anderen kann der Darlehenszins auch flexibel und in Abhängigkeit des Zinsniveaus am Kapitalmarkt an einen festgelegten Referenzzinssatz gekoppelt werden. Als Referenzen wird häufig der EURIBOR genommen, der wichtige Zinsindikatoren des Interbankenmarktes darstellt. Dem Referenzzinssatz wird dann ein bestimmter Prozentwert zugeschlagen. So kann beispielsweise im Darlehensvertrag vereinbart werden, dass der Zinssatz des Darlehens sich auf den 3-Monats-EURIBOR plus zwei Prozentpunkte bezieht. Die Anpassung des Darlehenszinses an das Kapitalmarktniveau erfolgt dann in festgelegten Intervallen, wie monatlich oder einmal im Quartal.
Als Veräußerungsgewinn wird die Differenz aus den Verkaufs- und Anschaffungskosten einer Immobilie bezeichnet. Dabei sind Anschaffungsnebenkosten wie Notargebühren oder die Maklercourtage den Anschaffungskosten in voller Höhe zuzurechnen, Kosten der Veräußerung wie Makler- oder Vermittlungsgebühren sind vom Erlös abzuziehen.
Die Verbraucherauskunft ist ein Produkt der Schufa. Sie ermöglicht es Dritten Einblick in die eigene Bonität zu geben, ohne dabei zu viele Informationen zugänglich zu machen. In der Verbraucherauskunft ist zu lesen, ob Daten über eine bestimmte Person vorliegen und ob Negativmerkmale bekannt sind. Anders als in der Eigenauskunft ist dabei aber nicht ersichtlich, mit welchen Unternehmen Vertragsverhältnisse bestehen und wer Daten an die Schufa gemeldet hat. Legt ein Interessent einem Eigentümer eine Verbraucherauskunft vor, kann der Vermieter sich ein Bild über das Risiko eines Zahlungsausfalls machen, ohne dass der potenzielle Mieter nähere Details zu seinen Partnern bei Kreditinstituten, Versandhäusern oder Telekommunikation preisgeben muss.
Das Verbraucherkreditgesetz (VerbrKrG) gehörte zu den Gesetzen, die vornehmlich den Verbraucherschutz sicherstellen wollten und insbesondere auf die modernen Entwicklungen im Kreditgewerbe reagieren sollte. Mit dem Schuldrechtsmodernisierungsgesetz von 2002 wurde das Verbraucherkreditgesetz aufgehoben und in das BGB integriert.
BaufiAgent hilft angehenden Eigentümerm im Vorfeld eines Bau- oder Erwerbsvorhabens die Konditionen unterschiedlicher Kreditinstitute miteinander zu vergleichen. Wir nutzen dazu verschiedene Vergleichskriterien. Da Baudarlehen sehr viel komplexer sind als einfache Raten- oder Konsumtenkredite, erfordert der detaillierte Vergleich mehr Aufwand.

Den meisten Interessenten geht es dabei nur um den Vergleich des effektives Jahreszins als Basis der Entscheidung. Der Effektivzins hat aber nur dann Aussagekraft, wenn sich zwei Darlehen im Hinblick auf ihre zeitliche Struktur gleichen. Sieht ein Darlehen beispielsweise Sonderzahlungen während der Laufzeit vor bzw. ermöglicht diese, während das andere diese ausschließt, kann der eff. Zins allein nicht Basis der Beurteilung sein. In diesen Fällen ziehen wir dann den Margenbarwert als Kriterium mit heran. Er versteht sich als der auf die Gegenwart abdiskontierte Rohgewinn, den das Kreditinstitut bei einem Darlehen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Refinanzierungskosten erzielt. Dieser Wert ist bei BaufiAgent die Grundlage eines Vergleichs von Darlehen mit unterschiedlicher zeitlicher Tilgungsstruktur.

Tipp: Bei BaufiAgent - den Experten der Baufinanzierung - entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten für die Beratung und Darlehensvergabe. Warum sprechen Sie nicht direkt mit unseren Experten?
Beim Vergleichswert wird der Wert eines Grundstückes aus tatsächlich realisierten Kaufpreisen abgeleitet, die in Lage, Nutzung, Zuschnitt, Bodenbeschaffenheit und sonstiger Beschaffenheit hinreichend mit dem zu vergleichenden Objekt übereinstimmen. Der optimale Fall ist der direkte Vergleich, eines benachbarten Objektes mit gleichartiger Lage, Größe und Nutzung das aktuell verkauft wurde.
Als Verhandlungsbasis bezeichnet man einen Preis, der im Vorfeld eines Immobilienverkaufs von einer der beiden beteiligten Parteien genannt wird und sich als Richtgröße versteht. Der Verkäufer kann im Rahmen einer Annonce eine Verhandlungsbasis definieren wie auch der Erwerber, der auf der Suche nach einer Immobilie seine Vorstellungen in Bezug auf die Investitionskosten angibt. Stimmen die Vorstellungen von Verkäufer und Kaufinteressent nicht überein und liegt zwischen der Verhandlungsbasis, die der Verkäufer angibt und dem Betrag, der einem potenziellen Käufer zur Verfügung steht, eine sehr große Differenz, ist eine weitere Kontaktaufnahme von vornherein überflüssig.
Der Verkehrswert für Grundstücke und Immobilien wird im §194 des BauGB definiert. Der aktuelle Verkehrswert wird durch den Preis bestimmt, der sich im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstückes oder des sonstigen Gegenstands der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre. Unter gewöhnlichem Geschäftsverkehr versteht man einen Handel auf einem freien Markt, wobei weder Käufer noch Verkäufer unter Zeitdruck oder sonstigen Zwängen stehen und ausschließlich objektive Maßstäbe zur Geltung kommen. Bei einem Grundstückskauf beschreibt der aktuelle Kaufpreis den Verkehrs- bzw. Marktwert.
Jede Investition ist mit Verlustrisiken behaftet. Dies gilt auch für Baufinanzierungen. Es spielt dabei keine Rolle, ob eine Immobilie zur Selbstnutzung bestimmt ist oder vermietet werden soll. Der Erwerber kann jederzeit einen Verlust erleiden. Dieser kann in einem Verkaufserlös bestehen, der nicht die Einkaufs- und Betriebskosten deckt oder aber in einem dauerhaften Verlust bei einem Objekt, dessen Einnahmen nicht die Ausgaben decken.
Bei der Katastervermessung werden rechtmäßige Grundstücksgrenzen ermittelt oder nachgewiesen und die Bebauung der Grundstücke festgestellt. Diese Daten werden zur Erstellung von Karten genutzt. Die Gebühren für Vermessungen sind je nach Bundesland unterschiedlich. Detaillierte Auskunft zu den Gebühren gibt das ortsansässige Katasteramt.
Unter "Vermietungsrisiken" werden alle Risiken zusammengefasst, die mit dem Erwerb einer Immobilie und deren Vermietung verbunden sind. Aus diesem Grund werden sie auch als sog. Vermieterrisiken bezeichnet. Dazu zählen u.a. die Risiken, die auch bei Immobilien zur Selbstnutzung durch den Darlehensnehmer zu tragen sind. Hinzu kommen weitere Risiken. Die Vermietungsrisiken sollten vor Beginn eines jeden Vorhabens ermittelt und nachvollzogen werden und auch in die Kalkulation der Finanzierung mit einfließen. Zu den Vermietungsrisiken zählt insbesondere der Leerstand. Das bedeutet, dass eine zur Vermietung bestimmte Immobilie dauerhaft nicht vermietet werden kann, was Mietausfälle nach sich zieht. Werden die laufenden Mieteinnahmen jedoch zwingend zur Deckung des Kapitaldienstes benötigt, kann es im schlimmsten Fall finanziell zu negativen Folgen führen.
Gemeint ist das fünfte Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung von Arbeitnehmern. Es soll Arbeitgeber dazu anhalten, ihren Mitarbeitern vermögenswirksame Leistungen zu zahlen. Welche Anlageformen möglich sind, regelt das Gesetz. Üblich ist es, dass Geld in einen Bausparvertrag oder in die Tilgung eines Baudarlehens zu investieren. Außerdem schreibt das Vermögensbildungsgesetz vor, wer die Arbeitnehmersparzulage erhält, die zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen vom Staat gezahlt wird.
Die maximal geförderte Spareinlage liegt bei 470 Euro im Jahr bzw. ca. 40 Euro im Monat. Die Sparformen sind vom Gesetzgeber vorgegeben. Wichtig ist, dass es sich um langfristige Anlagen handelt. Für potentielle Immmobilenerwerber ist ein Bausparvertrag die beste Lösung. Zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen hat ein Arbeitnehmer unter bestimmten Einkommensgrenzen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage bzw. Wohnungsbauprämie.
Vermittler im Bereich der privaten Baufinanzierung sind Unternehmen, die im Auftrag eines darlehenssuchenden Auftraggebers nach einer zu dessen Bedarf passenden Baufinanzierungslösung suchen. Charakteristisch für Vermittler ist, dass die Angebote zahlreicher Kreditinstitute miteinander verglichen werden. Für Kunden ergibt sich so neben der Abgabe der administrativen Tätigkeiten, die mit der Suche nach einer tragfähigen Baufinanzierung verbunden sind, der Vorteil eines umfassenden Marktvergleichs, der in Eigenregie aufgrund des dadurch entstehenden Aufwandes kaum durchführbar ist. BaufiAgent kann als professioneller Vermittler die Konditionen von über 400 verschiedenen Kreditinstituten, die potenziell infrage kommen, effizient vergleichen und für Kunden die beste Lösung herausfiltern.
Als Vermittlungsprovision wird die Vergütung bezeichnet, die für die Herstellung eines Kontaktes und Anbahnung eines Geschäftes gezahlt wird. Die Höhe der Vergütung richtet sich dabei nach dem Kaufpreis der Immobilie. Im Bereich der Baufinanzierung finden Provisionsmodelle an verschiedenen Stellen Anwendung. Immobilienmakler, die ein Objekt verkaufen, erhalten dafür eine Provision von 3,00-6,00 Prozent des Verkaufserlöses. Die Provision wird dabei in der Regel vom Käufer gezahlt und zählt zu den Erwerbsnebenkosten. Der Provision des Immobilienmaklers ins die gesetzliche Umsatzsteuer zuzuschlagen.

Bei der Vermittlung von Baufinanzierungen werden Provisionen bezahlt. Finanzierungsvermittler erhalten von den Kreditinstizuten, deren Darlehen sie vermitteln, eine Vergütung, die sich der Höhe nach an der Finanzierungssumme und Laufzeit des Darlehens orientiert. Provisionen werden dabei auch für die Vermittlung von Darlehen der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau, gezahlt. Auch beim Abschluss eines Bausparvertrages werden Provisionen gezahlt, die dem Abschlussvermittler zufließen. Bei Bausparverträgen wird ein Teil der Abschlussgebühr den Vertriebskosten und damit auch den Provisionen zugeschrieben.

Provisionen sind in der Regel fix und können nicht von Bauherren oder Käufern verhandelt werden. Bei Finanzprodukten sollte den Kunden bewusst sein, dass Provisionen die gesamte Beratung und Betreuung durch den Vermittler mit einschließen. Würden diese Provisonen wegfallen, kann ein Vermittler Sie nur noch gegen Rechnung beraten. Zudem sind die Provisionen zur Gewährleistung eines funktionierenden Marktes erforderlich und stellen sicher, dass Kunden flächendeckend Zugang zu Finanzprodukten erhalten und den Immobilienmarkt schnell überblicken können.
Als Vermögensplanung wird die ganzheitliche Planung der persönlichen Finanzen bezeichnet. Sie umfasst Konzepte von der kurzfristigen Existenzsicherung bis hin zur Altersvorsorge. Der Erwerb einer Immobilie spielt in der Vermögensplanung eine sehr wichtige Rolle und hat weitreichende Konsequenzen auf die anderen Maßnahmen, die im Rahmen des Vermögensaufbaus getroffen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Immobilie selbst genutzt oder vermietet wird.
Eine Verpflichtungserklärung bezieht sich darauf, dass sich ein Kreditinstitut als Gläubiger einer Grundschuld verpflichtet, eine grundbuchmäßige Erklärung beispielsweise ein Pfandfreigabeversprechen abzugeben. Diese Erklärung ist nur eine Absichtserklärung, denn die eigentliche Urkundenerstellung erfolgt erst später.
Eine Verrentungshypothek ist ein Darlehen, dass Besitzer von lastenfreien Immobilien im Alter aufnehmen, um ihre Einkünfte aufzubessern. Dabei wird vom Kreditinstitut eine lebenslange Monatsrente gezahlt. Nach dem Tod des Besitzers geht die Immobilie in den Besitz des Kreditinstitutes über. Wie hoch die lebenslange Rente ausfallen kann, richtet sich nach dem Verkehrswert der Immobilie, dem bei Abschluss des Vertrages geltenden Zins und der Lebenserwartung des Rentners. Dabei gilt, dass mit steigender Lebenserwartung bzw. bei einem recht jungen Lebensalter die Zahlungen geringer ausfallen. Weitere Informationen zur Verrentungshypothek erhalten Sie von einem unserer Finanzexperten.
Als Vertragsparteien bezeichnet man die Beteiligten eines Vertragsverhältnisses. Diese Parteien sind an die im Vertrag festgelegten Regeln zur Einhaltung des Vertrages sowie an die geltenden Gesetzgebungen gebunden. Vertragsparteien sind beispielsweise Käufer und Verkäufer von Immobilien.
Immobiliebesitzer müssen für einen ausreichenden Versicherungsschutz sorgen. Dieser beginnt bereits beim Bau und soll alle relevanten Risiken abdecken. Zu den notwendigen Verssicherungen gehören unter anderen die Bauherrenhaftpflichtversicherung, die Feuerrohbauversicherung sowie die Wohngebäudeversicherung. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung zahlt beispieslweise wenn während der Bauarbeiten Dritte oder deren Eigentum Schaden erleiden. Beispielhaft kann die Versicherung eintreten, wenn durch den Austritt von Flüssigkeiten angrenzende Grundstücke oder auch das Grundwasser verseucht wird oder wenn Kinder auf der gesicherten Baustelle spielen und dabei verletzt werden. Weitere wichtige Versicherungen für Bauherren und Erwerber von Immobilien.
Eigentümer von Immobilen müssen ihr Objekt gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Risiken versichern. Die Prämien für die erforderlichen Policen müssen in die Kalkulation, die im Vorfeld einer Baufinanzierung aufgestellt wird, miteinbezogen werden. Insbesondere auf die Wohngebäude-, die Feuerrohbau-, die Bauherrenhaftpflicht-, die Eigentümerhaftpflicht- und die Hausratversicherung kann auf keinen Fall verzichtet werden. In der Regel setzen Kreditinstitute, die an der Baufinanzierung beteiligt sind, den Abschluss der meisten, vorgenannten Versicherung voraus, um ihr eigenes Ausfallrisiko zu reduzieren. Auch ohne Verlangen des Kreditinstitutes sollten Eigentümer jedoch die Versicherungen besitzen, da sie existenzielle Risiken absichern. Informationen über alle wichtigen Versicherungen für Bauherren und Erwerber von Immobilien.
Versicherungsdarlehen sind endfällige Darlehen, bei denen während der Laufzeit vom Darlehensnehmer nur Zinsen gezahlt werden. Sie lösen am Ende der Darlehenslaufzeit die gesamte Darlehenssumme ab. Die Tilgung erfolgt dabei durch die Leistungen eines Tilgungsträgers, in der Regel durch eine Kapitallebensversicherung, die durch den Darlehensnehmer laufend bedient wird.
Als Versteigerung wird die Veräußerung einer Immobilie im Rahmen einer Auktion bezeichnet. Dabei wird vom Auktionator ein bestimmter Termin vorgegeben, zu dem Interessenten erscheinen können. Während dieses Termins werden dann Gebote von potenziellen Käufern abgegeben. Das höchste Gebot erhält am Ende der Versteigerung den Zuschlag, der entsprechende Bieter erwirbt die Immobilie. Die Erteilung des Zuschlags ist in juristischer Hinsicht gleichbedeutend mit dem Abschluss eines verbindlichen Kaufvertrages. Der Käufer verpflichtet sich zur Zahlung des Kaufpreises und der bisherige Besitzer zur Herausgabe der Immobilie. In der Regel müssen zehn Prozent des Kaufpreises bereits beim Erwerb der Immobilie direkt beim Auktionator hinterlegt werden, die verbleibenden Zahlungen erfolgen dann zeitnah per Banküberweisung.
Die Annahme eines Vertrages bezeichnet die verbindliche Zusage zum Abschluss einer Übereinkunft über eine Baufinanzierung seitens des darlehensgebenden Kreditinstitutes. Mit der Vertragsannahme erhalten die im Darlehensvertrag niedergeschreibenen Bedingungen Rechtsgültigkeit, wodurch sich der Beginn der operativen Abwicklung der Baufinanzierung definiert.
Der Verwendungsnachweis ist ein durch verschiedene Dokumente erbrachter Nachweis seitens des Darlehensnehmers gegenüber eines Finanzinstitutes über den Verwendungszweck des ausgereichten Darlehens. Im Bereich der Baufinanzierung verlangen Kreditinstitute in der Regel Rechnungen von Handwerks- und Baufirmen, aus denen hervorgeht, welche Leistungen erbracht worden sind. Im Falle eines Kaufes wird die Übereignungsurkunde als Nachweis der zweckgemäßen Verwendung akzeptiert.
Die Vollfinanzierung ist eine Form von Baufinanzierung, bei der kein Eigenkapital mit in das Konzept der Immobilienfinanzierung eingebracht werden muss. Unterschieden wird zwischen der Finanzierung, bei der das Kreditinstitut alle Kosten, inklusive der Erwerbsnebenkosten für Immobilienmakler, Notar, Gericht sowie Steuern finanziert, und zwischen jener, bei der der Käufer die Kaufnebenkosten selbst trägt. Die erste Art der Vollfinanzierung wird jedoch immer seltener von den Kreditinstituten angeboten.
Die sogenannte Vollstreckungsunterwerfung bezeichnet eine Klausel, die in Bezug auf Baudarlehen zum Einsatz kommt. Zur Besicherung von Baukrediten dienen überwiegend Grundschulden. In der Regel wird bei der Grundschuldbestellung auch eine Vollstreckungsunterwerfung beurkundet. Dies bedeutet, dass Darlehensnehmer sich in Bezug auf die Grundschuld der sofortigen Zwangsvollstreckung in das belastete Grundstück unterwirft, wenn er seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann.
Volltilgerdarlehen sind Immobiliendarlehen, deren Konzeption darauf ausgelegt sind, sämtliche Verbindlichkeiten am Ende der ersten Zinsbindungsfrist zurückzuzahlen. Der wesentliche Unterschied zu anderen Baudarlehen liegt dabei in der Konzeption: Während bei anderen Varianten die monatliche Höhe des Kapitaldienstes als fixe Variable genutzt wird, aus der sich andere Variablen wie beispielsweise die Dauer der Tilgung, ableiten wird bei Volltilgerdarlehen die Laufzeit fixiert. Volltilgerdarlehen können grundsätzlich mit jeder beliebigen Laufzeit ausgestattet sein und darüber hinaus mit anderen Darlehensvarianten kombiniert werden. Auch die Kombination mit öffentlichen Darlehen der KfW sind möglich.
Die Vorfälligkeitsentschädigung (kurz VFE), aber auch Vorfälligkeitsentgelt genannt, ist eine Art der finanziellen Entschädigung für kreditgebende Banken. Diese wird von Kreditinstituten verlangt, falls ein Darlehensnehmer ein Baudarlehen mit fester Zinsvereinbarung vorzeitig ablöst, da der Kreditgeber durch dieses Vorgehen teilweise erhebliche Zinseinnahmen verloren gehen. Die Kreditinstitute müssen ihre Kunden bereits bei Abschluss der Baufinanzierung darüber informieren, dass eine Gebühr fällig wird, wenn diese eine vorzeitige Ablösung ihres Darlehens in Erwägung ziehen.
Die Vorfälligkeitskosten bezeichnet Kosten, die Kreditinstitute in Rechnung stellen, wenn der Darlehensnehmer ein Baudarlehen vorzeitig kündigt. Sie soll den Schaden des Kreditgebers decken, der entsteht, weil die vertraglich vereinbarten Zinszahlungen nicht wie geplant erfolgen. Wie hoch die Kosten bei einer vorzeitigen Rückzahlung ausfallen, ist je nach Situation und von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterschiedlich. Kreditinstitute müssen einer vorzeitigen Kündigung nicht zustimmen, wenn diese im Darlehensvertrag nicht vereinbart worden ist.
Kunden, die ein Baudarlehen mit Zinsfestschreibung vor Ablauf der vereinbarten Frist zurückzahlen, müssen ihrem Kreditinstitut dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen, wenn nicht im Darlehensvertrag die Möglichkeit kostenfreier Sondertilgungen vorgesehen ist. Erfahrungsgemäß fällt diese Vorfälligkeitsentschädigung oft zu hoch aus. Darlehensnehmer, die ein Baudarlehen frühzeitig tilgen möchten, sollten deshalb den Vorfälligkeitsrichtwert als Grundlage der Verhandlungen mit ihrem Kreditinstitut über die Vorfälligkeitsentschädigung nutzen. Er gibt an, wie hoch die Gebühr ungefähr ausfallen sollte, wenn alle Einflussgrößen berücksichtigt werden.
Unter dem Vorfälligkeitsschutz ist eine Kreditversicherung zu verstehen, die Kunden bei einigen Kreditinstituten bei der Aufnahme der Baufinanzierung abschließen können. Unter bestimmten Bedingungen können Darlehensnehmer durch diese Absicherung verhindern, eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen, wenn sie das Baudarlehen vor Ablauf der eigentlich vereinbarten Laufzeit kündigen. Meist stehen die Beiträge dieser Versicherungen nicht in Realtion zum Nutzen.
Vorfälligkeitszinsen bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch nichts anderes als Vorfälligkeitsentschädigung. Also ein Entgelt, das immer dann vom Darlehensnehmer zu zahlen ist, wenn dieser vorzeitig sein Baudarlehen zurückzahlen möchte. Es handelt sich genau gesagt um die gesetzlich definierte Vorfälligkeitsentschädigung.
Bei der Baufinanzierung bezeichnet die Vorfinanzierung eine Art der Überbrückung und Vorleistung, bevor eine endgültige Finanzierung zugeteilt wird. Damit ist sie meist mittelfristig angelegt, die Zwischenfinanzierung wird eher kurzfristig gewährt. In den meisten Fällen ist eine Vorfinanzierung innerhalb eines Bausparvertrages fällig, als Finanzierung vor der Zuteilungsreife des Bauspardarlehens.
Bei einem Bausparvertrag wird bei Vertragsabschluss eine Bausparsumme festgelegt. Ist das erforderliche Mindestsparguthaben noch nicht erreicht, aber es wird bereits Kapital für die Baufinanzierung benötigt, kann ein Vorfinanzierungskredit in Anspruch genommen werden. Bei Zuteilung des Bausparvertrags wird dieser Vorfinanzierungskredit dann automatisch durch das Bauspardarlehen abgelöst.
Ein Vorkaufsrecht ist das Recht einer Person, eine Immobilie auch dann zu kaufen, wenn diese bereits per Kaufvertrag an Dritte verkauft wurde. Das Vorkaufsrecht einer Person wird in Abt. II des Grundbuches der Immobilie vermerkt. Der Verkauf der Immobilie an den Vorkaufsberechtigten findet hierbei zu den Konditionen statt, die ursprünglich mit dem Dritten vereinbart wurden.
Bei Vorlasten handelt es sich um Grundpfandrechte, die der neu einzutragenden Grundschuld im Range vorgehen.
Die Vorlaufzeit bezeichnet bei der privaten Baufinanzierung die Zeitspanne zwischen dem Abschluss eines Forward-Darlehens und dessen Auszahlung. Je nach Kreditgeber variiert die maximal mögliche Vorlaufzeit. Die längste Zeitspanne, die z.Zt. auf dem deutschen Markt angeboten wird, beläuft sich auf sechzig Monate. Innerhalb der Vorlaufzeit erfolgen normalerweise keinerlei Aktivitäten. Weder sind Zahlungen vom Kreditinstitut an den Darlehensnehmer des Forward-Darlehens zu leisten noch muss letzterer an das darlehensgebende Kreditinstitut zahlen. Am Ende der Vorlaufzeit wird vertragsgemäß die Auszahlung des Forward-Darlehens fällig, die gemäß der Zukunftsvereinbarung zu den Konditionen erfolgt, die bei Abschluss des Vertrags vereinbart wurden.
Mit der sog. Vorrangseinräumungserklärung räumt ein im Grundbuch eingetragener Gläubiger einem im Rang danach eingetragenem Recht den Vorrang ein. Die Rangordnung bei Rechten, die in derselben Abteilung eingetragen sind, ist grundsätzlich durch die Reihenfolge festgelegt. Bei Eintragungen in verschiedenen Abteilungen wird die Rangordnung durch das Datum der Eintragung festgelegt (früher eingetragene Rechte haben den Vorrang). Die Erklärung wird auf einer notariell beglaubigten Urkunde abgegeben. Die Rangänderung wird im Grundbuch eingetragen.
Ein Vorschaltdarlehen ermöglicht hohe Flexibilität für die Baufinanzierung. Sinnvoll ist es dann, wenn aktuell hohe Zinsen gefordert werden, bald aber ein sinkendes Zinsniveau zu erwarten ist.

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