Baufinanzierungslexikon S

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Fachbegriffe der Baufinanzierung (S)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Sachverständige werden rund um die Immobilie und deren Finanzierung zu verschiedenen Zwecken benötigt. Sie ermitteln im Rahmen ihrer Gutachten, ob ein Objekt die Voraussetzung für die Aufnahme in ein Darlehensprogramm der öffentlichen Hand wie beispielsweise einem der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau erfüllt, bemessen den Wert einer Immobilie und ermitteln Schäden, die an einem Objekt entstehen und bemessen somit Ansprüche gegen die Wohngebäudeversicherung.
Der Staat fördert bestimmte bauliche Maßnahmen an bestehenden Objekten durch günstige Kredite der öffentlichen Hand. Insbesondere die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau stellt unter bestimmten Voraussetzungen günstige Kredite zur Verfügung, mit denen Sanierungs-Vorhaben zu niedrigen Zinsen finanziert werden können. Dabei liegt der Fokus der Förderbank seit einigen Jahren deutlich auf der Förderung von Maßnahmen, die der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden dienen. Dazu zählen beispielsweise die Dämmung von Dach, Außenwänden oder Kellerdecke, der Einbau von gut isolierenden Fenstern oder einer modernen Heizungsanlage. Zu einer deutlichen Ausweitung der staatlichen Unterstützung in den vergangenen Jahren haben zum einen die massiv angestiegenen Energie-Preise, zum anderen auch das veränderte Bewusstsein der Bevölkerung für klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen beigetragen.
Die Schätzung mit Erstellung eines Gutachtens über den Wert der Immobiliewird im Rahmen der Baufinanzierung von Kreditgebern meist von beauftragten Gutachtern durchgeführt. Die Schätzung dient dem Darlehensgeber dabei, den sog. Beleihungswert der Immobilie zu ermitteln und damit auch den maximalen möglichen Finanzierungsbetrag festzulegen. Die Schätzung einer Immobilie besteht aus viele unterschiedliche Faktoren, wie beispielsweise die Lage und Größe von Objekt und Grundstück sowie Baujahr und Zustand.
Schätzungsgebühren, auch Beleihungswertermittlungsgebühren genannt, entstehen bei der Ermittlung des korrekten Beleihungswertes durch Schätzung des Objektes. Es sind Kosten für den Darlehensnehmer, welche oftmals bei der Auszahlung des Darlehens einbehalten werden.
Zunächst sollten Sie sich direkt an die Bausparkassen wenden, wenn Sie nicht zufrieden sind. Diese sollte bemüht sein, eine beiderseitige Lösung zu finden. Wenn sich die Angelegenheit nicht einvernehmlich beilegen lässt, haben Sie die Möglichkeit, ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren einzuleiten.
Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, besser bekannt als Schufa, ist eine Wirtschaftsauskunftei mit Sitz in Wiesbaden. Gemeinsam mit anderen Auskunfteien in Deutschland dafür verantwortlich, Banken, Versicherungen und anderen Kreditnternehmen relevante Informationen über deren Kunden zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund sammelt die Schufa relevante Informationen, die Auskunft über die Bonität bzw. Kreditwürdigkeit eines Darlehensnehmers geben.
Wenn Hausbesitzer ihr Haus aufgegeben müssen, beispielsweise durch Verlust des Arbeitsplatzes oder wegen Tod eines Darlehensnehmers, müssen alle ausziehen und das Haus wird meistbietend versteigert. Im Rahmen eines Schuldnertausches übernimmt jedoch der Erwerber der Immobilie die damit zusammenhängenden Darlehen und muss diese im Anschluss wie der Vorbesitzer tilgen. Wichtigste Voraussetzung für einen Schuldnertausch ist die Zustimmung des Gläubigers. Dieser kann der Schuldübernahme widersprechen, sobald die Mitteilung über den Schuldnertausch eintrifft. Allerdings verstreicht die Einspruchsfrist des Gläubigers nach sechs Monaten. Nähere Informationen finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch im Abschnitt 6.
Bei einer Schuldübernahme beim Schuldnertausch, handelt es sich um die Übertragung eines bestehenden Darlehens auf einen neuen Darlehensnehmer. Beim Verkauf einer noch nicht abbezahlten Immobilie besteht die Möglichkeit, dass der neue Besitzer in den bestehenden Darlehenssvertrag eintritt und die damit verbundenen Rechte und Pflichten des bisherigen Eigentümers und Darlehensnehmers übernimmt.
Wer eine Baufinanzierung in Anspruch nimmt, muss dem Kreditinstitut während eines vereinbarten Zeitraumes, der sogenannten Laufzeit oder Zinsbindung, nicht nur den geliehen Geldbetrag sondern auch Schuldzinsen für das Darlehen zurückzahlen. Da Baufinanzierungen üblicherweise als Baudarlehen vergeben werden, bleibt zwar die Gesamthöhe der monatlichen Rate während der Laufzeit gleich hoch - die Zusammensetzung dieses Betrages aus Schuldzins und Tilgung der Baufinanzierung ändert sich jedoch im Zeitverlauf. Während die Rate des Darlehensnehmers bei einem Annitätendarlehen direkt nach der Aufnahme der Finanzierung meist aus einem hohen Zinsanteil und wenig Tilgung besteht, wächst der Tilgungsanteil mit fortschreitender Laufzeit konstant. Bei einem Festdarlehen ist das nicht der Fall.
Im Rahmen der Bonitätsprüfung greifen Kreditinstitute auf die Ergebnisse von Scoring-Verfahren zurück, die Wirtschaftsauskunfteien zur Beurteilung des Kreditrisikos einer bestimmten Person durchführen. Die Verfahren verstehen sich als mathematisch-statistische Berechnung, die anhand der über eine Person gespeicherten Daten und Erfahrungswerten aus der Vergangenheit eine Zahl ergibt, die als Indiz für die Kreditwürdigkeit herangezogen wird. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (kurz: Schufa) mit Sitz in Wiesbaden berechnet für alle Verbraucher, die in ihrer Datenbank erfasst sind, einen Basisscore sowie branchenspezifische Scorewerte.
Immer wieder geraten Deutschlands Auskunfteien ins Kreuzfeuer der Kritik. Für das schlechte Image der Unternehmen ist nicht zuletzt das sogenannte Scoring-Verfahren verantwortlich. Dabei nutzen nicht nur Firmen wie Schufa oder Creditreform dieses Instrument, um sich schnell ein Bild über den Darlehensnehmer zu verschaffen. Auch Banken, Versandhäuser und andere Dienstleister greifen oft auf ein internes Scoring-Verfahren zurück oder betreiben zu diesem Zweck sogar eigene Abteilungen. Egal, auf welche Art und Weise ein solches Kredit-Scoring durchgeführt wird, der Zweck bliebt immer gleich: es geht immer darum, wie verlässlich ein Darlehensnehmer das geliehene Geld zurückzahlt.
Im Rahmen einer Darlehensbeantragung verlangen Kreditinstitute von Darlehensnehmern viele Informationen, die dazu dienen, die Kreditwürdigkeit sowie die finanzielle Situation eines potenziellen Darlehensnehmers einzuschätzen und die Entscheidungsfindung hinsichtlich der Kreditvergabe zu erleichtern. Im Rahmen der Selbstauskunft erteilt ein Antragsteller dem Kreditinstitut Informationen zu seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Wird eine detaillierte Selbstauskunft eingeholt, werden sehr viele Informationen abgefragt. So müssen Antragsteller beispielsweise detailliert Auskunft zum Vermögen sowie zu Verbindlichkeiten geben. Zum Vermögen werden dabei alle Vermögensgegenstände gezählt, wie Aktien, Renten oder andere Wertpapiere sowie Immobilien oder Anteile an Unternehmen oder Bankguthaben. Zu den Verbindlichkeiten zählen bestehende Ratenkredite und Hypothekendarlehen, Salden auf Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion, Verbindlichkeiten beim Versandhaus, die in Raten gezahlt werden sowie in Anspruch genommene Dispo-kredite.
Der Selbstbehalt ist eine im Rahmen einer Baufinanzierung zu ermittelnde Größe, die das verfügbare Einkommen eines Haushaltes angibt, das nach Abzug von Kapitaldienst, Nebenkostenpauschale sowie allen anderen fixen Verpflichtungen (Ratenkredite, Anschaffungen, Handyverträge usw.) zur Verfügung steht und die laufenden Lebenshaltungskosten deckt. Der wesentliche Sinn der Berechnung des Selbstbehaltes liegt in dem Versuch, eine zu starke Belastung des Darlehensnehmers durch die Baufinanzierung zu verhindern. Wie hoch der Selbstbehalt ist, hängt von der Anzahl der in einem Haushalt lebenden Personen sowie den örtlichen Lebenshaltungskosten ab.
Bürgschaften sind im Kreditwesen immer wieder eine beliebte Methode, um Darlehen gegen ein bestimmtes Ausfallrisiko abzusichern. Gerade junge Familien sehen sich oft mit einem mangelnden Vertrauen durch die Kreditgeber konfrontiert, egal ob es sich um die Baufinanzierung für die eigenen vier Wände handelt oder einen einfachen Konsumkredit. In einem solchen Fall helfen meist nahe Verwandte, mit einer Bürgschaft aus, um die Position des Nachwuchses in den Kreditverhandlungen zu stärken. Allerdings sollte man sich die Bedingungen, welche mit dem Eingehen der Bürgschaft verbunden sind, sehr genau durchlesen. Andernfalls landet eine Person, die als Bürge auftritt, schneller in der Schuldenfalle als gedacht.
Sicherheiten werden bei der Vergabe von Darlehen gefordert um das Kreditinstitut bei einer möglichen Zahlungsunfähigkeit des Schuldners gegen einen Kreditausfall zu schützen: Während bei normalen Ratenkrediten der pfändbare Teil des Einkommens ausreicht, sind bei Autokrediten und Baufinanzierungen sogenannte dingliche Sicherheiten notwendig. Hierzu gehören z.B. der Kfz-Brief des finanzierten Kraftfahrzeuges oder die Eintragung einer Hypothek bzw. Grundschuld bei Baufinanzierungen.
Die Sicherungshypothek ist eine Hypothek, die den Anspruch eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner durch Eintrag im Grundbuch verbrieft. Dabei gilt, dass die Sicherungshypothek streng akzessorischen Charakters ist und dass der Eintrag im Grundbuch somit nicht ausreicht, um die Forderung rechtskräftig durchsetzen zu können. Vielmehr muss ein Gläubiger nachweisen können, dass die benannte Forderung tatsächlich besteht und dementsprechend ein geeignetes Dokument wie beispielsweise einen gerichtlich erwirkten Titel vorweisen.
Als angehender Bauherr oder Immobilienerwerber versucht man vor Aufnahme einer Baufinanzierung, sämtliche infrage kommenden Kosten, die mit dem Bau oder Kauf der Immobilie anfallen können, so gut wie möglich zu kalkulieren. Dennoch können immer unerwartete Zahlungen und Kosten anfallen, die nicht unmittelbar mit der Immobilie in Verbindung stehen und zum Problem werden. Muss während der Baufinanzierung z.B. ein neues Auto gekauft oder eine dringende Rechnung beglichen werden für die das notwendige Geld fehlt, muss eine schnelle und Alternative her. Diese schnelle Hilfe bezeichnen viele Internetanbieter als Sofortkredit.

Es ist jedoch in jedem Fall bessser sich an Fachleute - wie BaufiAgent - zu wenden, da die nachträgliche Aufnahme eines sog. Sofortkredites die bestehende Baufonanzierung gefährden könnten, weil auch das finanzierende Kreditinstitut über die Schufa-Nachmeldung Kenntnis von der Aufnahme des Sofortkredites bekommt. Es könnte nun denken Sie wollten fehlendes Eigenkapital bei der Finanzierung wieder ersetzen.
Solarfinanzierung ist ein Oberbegriff für Finanzierungen von privaten oder gewerblichen Solaranlagen. Die Finanzierung wird von staatlicher Seite gefördert. Zum einen werden über Förderbanken der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau, günstige Darlehen vergeben, die häufig aus Mitteln des Bundes- oder Landeshaushaltes bezuschusst werden. Zum anderen gewährt der Staat für jede durch eine Solaranlage produzierte Kilowattstunde Strom, die ins Netz eingespeist wird, eine Abnahmegarantie zu fixen Preisen, so dass die Refinanzierung einer Solaranlage in erheblichen Teilen durch deren Produktionsleistung erfolgt. Kredite zur Färderung Ihrer Solaranlage bekommen Sie bei BaufiAgent - den Experten der Baufinanzierung seit 1981.
Das Solarprogramm der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert die Erzeugung und Einspeisung von Strom durch auf dem Dach von Immobilien installierte Solaranlagen. Das Programm wird derzeit unter dem Namen Eneuerbare Energien - Standard (Programmnummern 270 und 274) geführt. Die Förderung versteht sich als Darlehen, das bis zu 100% der Investitionskosten deckt und dabei zu günstigeren Bedingungen ausgegeben wird, als es bei marktüblichen Darlehen der Fall ist. Die Finanzierungsexperten von BaufiAgent helfen Ihnen gerne weiter.
Immobilienbesitzer haben die Möglichkeit, auf dem Dach ihres Objektes eine Solaranlage zu installieren, die Strom erzeugt. Der Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Staat fördert die Nutzung der Solarenergie und gewährleistet, dass jede auf einem Hausdach erzeugte Kilowattstunde auch tatsächlich abgenommen werden muss. Darüber hinaus existieren langfristige Preisgarantien.
Als Zinsbindungsfrist bezeichnet man bei der Baufinanzierung den Zeitraum, über den der Zinssatz gebunden ist. Der Zinssatz bleibt über diesen festgelegten Zeitraum konstant und wird nicht an den jeweils aktuellen Marktzins angepasst. Die Sollzinsbindung für Laufzeiten zwischen fünf und 30 Jahren festgelegt werden. Für den Darlehensnehmer hat eine lange Zinsbindungsfrist den Vorteil, dass die Konditionen der Baufinanzierung über längere Zeit gleich bleiben und somit eine hohe Planungssicherheit gegeben ist. Sollte sich der Marktzins im festgelegten Zeitraum erhöhen, profitieren die Darlehensnehmer von ihrem in der Vergangenheit vereinbarten, günstigeren Zinssatz. Die BaufiAgent Experten raten dazu: in Niedrigzinsphasen, die Sollzinsbindung so lange wie möglich zu vereinbaren.
Der Begriff Sollzins gibt den Wert an, mit dem eine Darlehenssumme verzinst wird, ohne aber die Darlehensnebenkosten zu berücksichtigen. Die Angabe wird im Regelfall als jährlicher Zinssatz ausgedrückt. Eine Angabe für kürzere Zeiträume ist bei einigen Darlehensarten mit geringer Laufzeit ebenfalls möglich. Darlehensnehmer müssen ihn dabei deutlich vom Effektivzins unterscheiden.
Mit Sondereigentum wird das alleinige Eigentum an bestimmten, klar abgrenzbaren Räumen eines Mehrparteienhauses bezeichnet. Dieses geht stets mit einem sogenannten Miteigentumsanteil einher. Hierbei handelt es sich um eine Beteiligung an denjenigen Räumen und Verkehrsflächen, welche allen Eigentümern der Eigentümergemeinschaft des Hauses gemeinsam gehört. Dies betrifft das Grundstück, auf dem sich das Gebäude befindet, ebenso aber auch Treppenhäuser oder gemeinschaftliche Wasch- und Trockenräume.
Innerhalb gemeinschaftlicher Anlagen mit Eigentumswohnungen erwirbt ein Käufer Sondereigentum für seine Wohnräume. Er erwirbt alleiniges Eigentum daran. Das Sondereigentum ist nach Wohnungseigentumsgesetz (WEG) weitgehend gleichgestellt zum Volleigentum. Zu seinen Wohnräumen (Wohnungseigentum) gehören Einzelteile oder weitere Teile der Wohnanlage, die nicht zu Wohnzwecken dienen (Teileigentum).
Als Sonderkündigungsrecht wird das Recht einer Vertragspartei bezeichnet, nach der es möglich ist, einen Darlehensvertrag vor Tilgung sämtlicher Verbindlichkeiten zu kündigen. Die zum Zeitpunkt der Kündigung ausstehende Schuld sowie ggf. weitere Kosten sind dann in einer Summe vom Darlehensnehmer an das Kreditinstitut zu entrichten, wobei es dabei irrelevant ist, ob die Kündigung seitens des Kreditinstitutes oder seitens des Darlehensnehmers erfolgt ist. Ein Sonderkündigungsrecht kann sowohl auf gesetzlichen Regelungen beruhen als auch auf besonderen Vereinbarungen im Darlehensvertrag zwischen den beteiligten Parteien basieren.
Lt. Wohnungseigentumsgesetz kann Sondereigentum nur an abgeschlossenen Räumen begründet werden. Alle verbleibenden Räume und Verkehrsflächen eines Mehrparteienhauses unterliegen dem Gemeinschaftseigentum. Sollen bestimmte Anteile hieran ausschließlich einem Eigentümer zur Nutzung überlassen werden, so kann ein sog. Sondernutzungsrecht vereinbart werden. In einem solchen Falle werden alle übrigen Mitglieder der Eigentümergemeinschaft von der Nutzung ebendieser Räume und Verkehrsflächen ausgeschlossen.
Unter Sondertilgung versteht man bei Baufinanzierungen außerplanmäßige Rückzahlungen, die die vereinbarten monatlichen Tilgungsraten übersteigen. Durch diese Zusatzzahlungen hat der Darlehensnehmer die Möglichkeit, die eigentlich vereinbarte Laufzeit der Baufinanzierung zu verkürzen und auf diese Weise auch die gesamten Kreditkosten zu reduzieren. Eine Sondertilgung vorzunehmen ist besonders dann sinnvoll, wenn sich der finanzielle Spielraum des Darlehensnehmers durch eine Gehaltserhöhung, ein Erbe oder die Auszahlung einer Versicherung merklich erhöht. In diesem Fall ist es für Darlehensnehmer stets ratsam, das überschüssige Kapital für eine besonders zügige Tilgung zu verwenden. Eine Sondertilgung senkt gleichermaßen die noch offene Darlehensschuld - gleichermaßen werden auf diese Weise bei gleichbleibenden Tilgungsraten auch die restliche Laufzeit und daher auch die gesamten Darlehenskosten.
Sondertilgungskosten fallen an, wenn der Darlehensnehmer über den vertraglich vereinbarten Kapitaldienst hinaus zusätzliche Beträge an den Darlehensgeber zahlt. Mit einer Sondertilgung verringert sich die Darlehensschuld, was entweder zu einer verkürzten Laufzeit oder aber zu einer geringeren monatlichen Rate führt. Der Darlehensgeber hat bei der Refinanzierung des Baudarlehens die ursprüngliche Laufzeit eingeplant. Wird nun ein zusätzlicher Betrag getilgt, muss dieser vom Darlehensgeber möglicherweise zu schlechteren Konditionen wiederangelegt werden als es bei der Anlage im Baudarlehen an den Darlehensnehmer, der die Sondertilgung leistet, der Fall gewesen wäre. Auf Basis dieser Differenz wird - zumindest in der Theorie - ein Betrag errechnet, der von Darlehensnehmer als Entschädigung an den Darlehensgeber zu zahlen ist. Diese Zahlung wird auch als sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung bezeichnet.
Die Sondertilgungspflicht versteht sich als Bestandteil des Darlehensvertrages, in dem zwischen dem Darlehensnehmer und der Darlehensgeber vereinbart wird, dass während des Tilgungszeitraumes zusätzlich zu den regelmäßigen Zins- und Tilgungsleistungen weitere Zahlungen seitens des Darlehensnehmers zu erfolgen haben. Dabei werden entweder ein oder mehrere Zeitpunkte im Tilgungsverlauf festgelegt, zu denen die Sondertilgung zu erfolgen hat, oder aber es wird ein bestimmter Zeitabschnitt definiert, innerhalb dessen die Zahlung verbucht werden muss.
Unter Sondertilgung versteht sich bei einem Darlehen eine außerplanmäßige Einzahlung zusätzlich zur ohnehin festgelegten Ratenzahlung. Somit können frei werdende Geldmittel, beispielsweise aus Erbschaften oder Zusatzverdiensten, genutzt werden, um ein Darlehen schneller zu tilgen. Damit verkürzt sich die Laufzeit des zur Baufinanzierung gewählten Darlehens und der Kreditnehmer ist schneller schuldenfrei.
Unter Sonderzahlung versteht man bei bausparunterlegten Baufinanzierungen eine Zahlung, die der Darlehensnehmer zusätzlich zur vereinbarten Tilgungsersatzleistung (Sparrate) leistet. Durch diese außerplanmäßige Einzahlung hat der Darlehensnehmer die Möglichkeit, den Zeitraum bis zur errechneten Zuteilung des Bausparvertrages deutlich zu reduzieren. Bei gleichbleibender Tilgungs, nach Zuteilung des Bausparvertrages, hat dies zur Folge, dass sich die restliche Laufzeit des Bauspardarlehens deutlich verkürzt und gleichzeitig die gesamten Finanzierungskosten senkt. Eine Sonderzahlung ist nicht zu verwechseln mit einer Sondertilgung.
Als Sparphase (auch Ansparphase genannt) bezeichnet man den Zeitraum zwischen Abschluss und Zuteilung eines Bausparvertrages. In der Ansparphase wächst das Bausparguthaben. Dieses kann - je nach Bausparkasse und gewähltem Bauspartarif - unterschiedlich hoch sein. Das Mindestansparguthaben von Bausparverträgen ist unterschiedlich und liegt bei den meisten Bausparkassen zwischen 30 und 50 Prozent der Bausparsumme. Verzinst wird das angesparte Guthaben bis zur Zuteilung mit dem vereinbarten Guthabenzins. Dementsprechend wächst das Bausparguthaben nicht nur durch die regelmäßigen Einzahlungen, sondern auch durch konstant wachsende Zinsgewinne sowie staatlichen Zulagen und Wohnungsbauprämien. BaufiAgent arbeitet mit allen deutschen Bausparkassen zusammen und bietet immer den idealen Bauspartarif.
Die Sparzulage wird offiziell als Arbeitnehmersparzulage bezeichnetn. Arbeitnehmer können nach dem Vermögensbildungsgesetz jährlich bis zu ca. 468 Euro vermögenswirksam in einem Bausparvertrag ansparen. Der Arbeitgeber überweist die vermögenswirksame Leistung in Abhängigkeit des entsprechenden Tarifvertrages oder einzelvertraglicher Vereinbarung anteilig oder ganz direkt in einen Bausparvertrag des Arbeitnehmers. Die Arbeitnehmersparzulage wird vom Finanzamt, nach Ablauf der gesetzlichen Bindefrist, gezahlt.
Als Spekulationsfrist versteht sich ein steuerlich relevanter Zeitabschnitt, dessen Überschreiten es Eigentümern von Immobilien ermöglicht, Veräußerungsgewinne steuerfrei zu vereinnahmen. In Deutschland beträgt diese Frist für Immobilien zehn Jahre. Die Spekulationsfrist wird dabei durch die Einführung der Abgeltungssteuer nicht tangiert und bleibt auch weiterhin bestehen. In Anspruch nehmen können diese Frist alle Eigentümer von Immobilien; private Veräußerungen sind dabei ebenso nach Ablauf von zehn Jahren steuerfrei wie Veräußerungen, die von offenen Immobilienfonds getätigt werden. Der Beginn der Frist ist der Tag, an dem die Grunderwerbssteuer an das zuständige Finanzamt gezahlt und der Eintrag ins Grundbuch vollzogen wurde.
Verkauft der Besitzer einer Immobilie sein Objekt und erzielt beim Verkauf einen Betrag, der höher ist als die Kosten, die beim Kauf bzw. Bau angefallen sind, muss dieser Gewinn versteuert werden. Das Finanzamt betrachtet Veräußerungsgewinne als in voller Höhe steuerpflichtig, wenn zwischen Erwerb und Wiederverkauf des Objektes nicht mindestens zehn Jahre gelegen haben. Die steuerliche Behandlung gilt für selbstgenutzte Immobilien genauso wie für vermietete Objekte und betrifft auch offene wie geschlossene Immobilienfonds. Gewinne werden dabei mit dem persönlichen Steuersatz des Eigentümers versteuert, so dass sich die Belastung durch die Steuer nach dem Einkommen des Steuerpflichtigen richtet.
Wer eine Wohnimmobilie erwwirbt oder baut, kann in vielen Fällen staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Zwar wurde die Eigenheimzulage, ein Zuschuss für den Kauf oder Bau des Wohneigentums, zum 01.01.2006 abgeschafft, allerdings können Hauskäufer weiterhin von anderen Fördermöglichkeiten profitieren. Neben der staatlichen Förderbank KfW, die zinsgünstige Darlehen für den Kauf, Bau und die Modernisierung von Immobilien vergibt, bieten auch die Bundesländer eigene Förderprogramme für Hauserwerber an. Die Experten von BaufiAgent helfen Ihnen gerne weiter.
Die Sturmversicherung ist neben der Feuer- und Leitungswasserversicherung ein Bestandteil der Wohngebäudeversicherung. Sie versichert den Besitzer einer Immobilie gegen Schäden an seinem Objekt, die durch Sturm und Hagel entstehen. Ein Sturm ist dabei definiert als eine Luftbewegung mit einer Mindestwindstärke 8. Hagel ist nicht genauer definiert. Der Versicherer erfordert im Falle eines Sturmschadens den Nachweis, dass tatsächlich ein Sturm stattgefunden hat. Dieser Nachweis kann entweder durch Aufzeichnungen von Wetterstationen, die sich in der Nähe des beschädigten Objektes befinden oder aber durch Beschädigungen an umliegenden Gebäuden erbracht werden. Die Sturmversicherung ist aufgrund des potenziell großen finanzellen Schadens, den ein Sturm anrichten kann, unerlässlich und wird von den Kreditinstituten bei der Vergabe von Darlehen zwecks der Baufinanzierung zwingend vorausgesetzt.

Das Baufinanzierungslexikon wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der Informationen können wir jedoch keine Gewähr übernehmen.