Baufinanzierungslexikon R

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (R)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Unter einem Realkredit ist ein grundpfandrechtlich gesichertes Darlehen zu verstehen, das für den Kauf oder Bau einer wohnwirtschaftlichen oder gewerblichen Immobilie verwendet werden kann. Realkredite werden üblicherweise von öffentlichen oder privaten Hypothekenbanken, sogenannten Realkreditinstituten vergeben.
Gibt ein Kreditinstitut ein Darlehen oder eine Baufinanzierung aus, muss es den zu verleihenden Geldbetrag zuvor selbst beschaffen. Für diese sogenannte Refinanzierung von Darlehen haben Kreditinstitute verschiedene Möglichkeiten. Eine Option der Refinanzierung, die insbesondere Sparkassen bei der Ausgabe von Haufinanzierungen und Krediten nutzen, läuft über die Einlagen anderer Kunden. Die Differenz zwischen dem ausgegebenen Sparzins und dem eingenommenen Darlehenszins entspricht in diesem Fall nach Abzug weiterer Kosten der Marge, also dem Gewinn, der Bank.
Die Rendite wird in Prozent angegeben, was sie vergleichbar macht. In puncto Geldanlage stellt sie das wichtigste Kriterium zur Bewertung des Risikos dar. Eine höhere Rendite setzt hiernach ein tendenziell höheres Ausfallrisiko voraus. Der Anleger kann mithilfe der Renditeberechnung die Substanz einer Anlage bewerten, indem er sie in Relation zum Risiko und allgemeinen Aufwand setzt. Hinsichtlich der Baufinanzierung stellt die Rendite vor allem bei Immobilien als Kapitalanlage eine der wichtigsten Kennziffern dar.
Unter einer Renovierung werden Maßnahmen verstanden, die der Instandsetzung einer Immobilie dienen. Durch die alltägliche Nutzung entstandene Schäden werden auf diese Weise beseitigt und der ursprüngliche Stand der Nutzbarkeit wieder hergestellt. So zählen unter anderem Malerarbeiten oder die Erneuerung des Bodenbelags zu den Renovierungsarbeiten. Muss für diese Maßnahmen umfassend in die Bausubstanz eingegriffen werden, wird von einer Sanierung oder Modernisierung gesprochen. Weitere Informationen zur Modernisierung insbesondere Darlehen ohne Grundschuldeintragung!
Das Erbbaurecht stellt ein zeitlich begrenztes Recht dar, welches besagt, dass man auf einem fremden Grundstück ein Gebäude errichten und nutzen darf. Für dieses Recht muss man eine Gebühr bezahlen, die Rede ist hier vom so genannten Erbbauzins. Im Rahmen der Aufnahme einer Baufinanzierung ist es wichtig, dass man weiß, wie lange der Erbbaurechtsvertrag noch läuft, also dass die Restlaufzeit beschrieben werden kann. Diese muss grundsätzlich länger dauern, als die voraussichtliche Laufzeit des abgeschlossenen Darlehens, da andernfalls kaum eine Kreditvergabe möglich sein wird. Wer also aufgrund des Erbbaurechts ein Grundstück bebauen möchte, muss hier vorab genau klären, wie lange dieses Recht gewährt wird.
Die Restschuld stellt den Anteil eines Darlehens dar, der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht an den Kreditgeber zurückgezahlt wurde. Dabei wird die Restschuld immer wieder heran gezogen, um mehrere Darlehensangebote miteinander vergleichen zu können, da diese zum Beispiel bei einer Umschuldung nochmals finanziert werden muss. Regelmäßig erfährt man den Stand der Restschuld spätestens beim Ablauf der Zinsbindungsfrist eines Darlehens. Aus diesem Zeitpunkt wird in aller Regel auch eine Umschuldung der Restschuld notwendig, die jedoch nicht ohne Termin bei BaufiAgent vonstatten gehen sollte. Dabei wird als Darlehenssumme die dann noch zu zahlende Restschuld angegeben, die wiederum mit dem dann gültigen Zinssatz für das Darlehen verzinst wird.
Die Restschuldversicherung stellt eine Darlehensabsicherung für den Darlehensnehmer und seinen Gläubiger dar. Im Bereich der Baufinanzierung wird die Restschuldversicherung gern angewendet, da während der langen Laufzeit der Finanzierungen viele unvorhersehbare Ereignisse eintreten können. Verlangt die Bank den Abschluss einer Restschuldversicherung als Bedingung für die Darlehensvergabe, müssen die Kosten hierfür in den effektiven Jahreszins eingerechnet werden.
Die Restwertmethode stellt eine simple Vorgehensweise zur Ermittlung des aktuellen Wertes eines Gebäudes dar. Sie steht im Gegensatz zur Ertragswertmethode oder der Ermittlung des Sachwertes einer Immobilie.
Die Riesterförderung ist eine privat finanzierte Rente, die allerdings durch staatliche Zulagen ergänzt wird. Eingeführt wurde sie 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetz (AVmG) und erhält ihren Namen vom damaligen Arbeitsminister Walter Riester, der eine freiwillige Altersvorsorge durch staatliche Anreize fördern wollte.
Bei einer Risikolebensversicherung handelt es sich um eine Individualversicherung, die im Todesfall der versicherten Person die Versicherungssumme an die begünstigte Person auszahlt. Diese Versicherung dient in der Regel zur finanziellen Absicherung von Angehörigen oder Geschäftspartnern. Auch ein Baudarlehen lässt sich über eine Risikolebensversicherung absichern. In diesem Fall kann eine fallende Versicherungssumme gewählt werden, die gleichmäßig mit der Darlehensschuld zum Ende der Laufzeit absinkt. Weitere Informationen zur Risikolebensversicherung.
Der Eintrag einer Rückauflassungsvormerkung, ist ein Sicherungsanspruch, der den Verkäufer einer Immobilie oder eines Objektes schützen soll. Er wird nach der Einigung über den Verkauf eines Grundstückes und der Unterzeichnung des entsprechenden Kaufvertrages im Grundbuch vermerkt. Die Rückauflassungsvormerkung findet insbesondere bei der Veräußerung und anschließenden Bebauung von Grundstücken Anwendung, die zuvor im Besitz von Städten und Gemeinden waren.
Als Rückgewähransprüche wird das Recht auf die Rückgabe der Grundschuld bezeichnet, das der Grundstückeigentümer gegenüber dem Grundschuldgläubiger hat. Dieses Recht wird normalerweise vertraglich vereinbart. Wurden alle Darlehen einer Baufinanzierung durch den Darlehensnehmer vollständig getilgt, hat er Anspruch auf eine Übertragung, oder die Löschung der entsprechenden Grundschuld aus dem Grundbuch, mit der er sein Darlehen beim Darlehensgeber abgesichert hatte. Hat der Schuldner sein Grundstück oder seine Immobilie mit einer weiteren Grundschuld belastet, kann er sie an erster Stelle eingetragene Grundschuld in der Regel nicht löschen. Denn häufig lassen sich nachrangige Gläubiger die Rückgewähransprüche vom Gläubiger der ersten Rangstelle abtreten.
Im Kaufvertrag einer Immobilie wird die Rücktrittsklausel als Schutz für den Verkäufer eingebracht. Sobald das Rücktrittsrecht vertraglich geregelt ist, gelten die Vereinbarungen im Vertrag vor den gesetzlichen Bestimmungen. Werden die Abläufe nicht wie im Kaufvertrag vereinbart durch den Käufer eingehalten, kann der Verkäufer durch diese Klausel vom Vertrag zurücktreten. Der Verkäufer wird so vor Fehlverhalten des Käufers oder unvorhergesehenen Umständen geschützt.
Unter Rückzahlung versteht man aufgewendete Zahlungen des Darlehensnehmers, die zur Tilgung der geliehenen Summe an den Darlehensgeber dienen. Die Rückzahlung erfolgt normalerweise in monatlichen Raten, die als Tilgungssatz bezeichnet werden. Am Ende der Darlehenslaufzeit hat der Darlehensnehmer die gesamte Summe an den Darlehensgeber zurückgezahlt. Bei vielen Darlehen besteht jedoch die Möglichkeit von größeren Einmalzahlungen, die Sondertilgung genannt werden. Diese Rückzahlungen verkürzen die Laufzeit des Darlehens. Sie machen aber nur dann Sinn, wenn eine anteilige Zinsverrechnung seitens des Darlehensgebers erfolgt. Ist das nicht der Fall, so müssen die Zinsen auf die ursprüngliche Kreditsumme bezahlt werden.

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