Baufinanzierungslexikon P

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (P)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Als Passivhaus wird ein Gebäude bezeichnet, das so gut Wärme gedämmt ist, dass sowohl im Winter, wie auch im Sommer eine angenehme Temperatur im Inneren herrscht. Dazu darf weder eine Heizung, noch ein anderweitiges Klimatisierungssystem vorhanden sein. Die genaue Definition "Passivhaus" wird durch die DIN 1946 und die ISO 7730 beschrieben. Da die vorhandene Wärme im Haus bleiben muss, sorgt in der Regel eine Komfortlüftung für Frischluft und gewinnt über die Abluft die Wärme zurück. Weil ein Passivhaus nur einen sehr kleinen Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr besitzen darf, wird jede, im Haus vorhandene Wärmequelle, zum heizen verwendet. Dazu zählt neben der Sonneneinstrahlung durch Fenster, auch die Wärmeabgabe von technischen Geräten und im Haus befindlichen Personen.
Bei der Vergabe eines Personalkredites vergibt ein Kreditinstitut ein Darlehen aufgrund der ausreichenden Kreditwürdigkeit oder Bonität eines Kunden und sichert den Kredit nicht zusätzlich durch andere Sicherheiten ab. Aus diesem Grund kann der Personalkredit als Gegenstück zum Realkredit bezeichnet werden, der primär aufgrund grundpfandrechtlicher Absicherung durch eine Hypothek oder Grundschuld vergeben wird. Personalkredite werden dabei gleichermaßen an Privatpersonen, Unternehmen und Geschäftsleute mit besonders guter Bonität vergeben. Da die Vergabeentscheidung der Bank in diesem Fall quasi ausschließlich auf Vertrauen und der Einschätzung des Kreditinstitutes getroffen wird, ist das Vergabevolumen von Personalkrediten jedoch verhältnismäßig gering. Üblicherweise haben nur Kunden, die eine langjährige und gute Beziehung zu ihrem Kreditinstizuz unterhalten die Möglichkeit, einen Personalkredit zu bekommen.
Der Pfandaustausch ist ein Begriff, der bei der Baufinanzierung vorkommt. Er besagt, dass das Pfand, also die Immobilie, welches zur Absicherung der Finanzierung dient, während der Laufzeit durch ein anderes Pfand ersetzt, also ausgetauscht wird. Die restlichen Bedingungen des Darlehensvertrages bleiben dabei unverändert bestehen, nur die Absicherung des Darlehens erfolgt über ein anderes Pfand. Wichtig ist dabei, dass bei einem Pfandaustausch Kosten für die Austragung der Grundschulden im Grundbuch anfallen, ebenso für die Eintragung einer neuen Grundschuld im Grundbuch für das neue Pfand. Zudem muss die Bank sich mit dem Pfandaustausch einverstanden erklären, damit dieser überhaupt möglich wird.
Pfandbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere. Diese werden in der Regel von Hypothekenbanken ausgegeben und dienen der Refinanzierung von ausgegebenen Darlehen. Das heißt, die Pfandbriefe werden zur Beschaffung finanzieller Mittel ausgegeben, die dann wiederum als Darlehen an die Darlehensnehmer ausgegeben werden. Dabei nutzen die Hypothekenbanken die Pfandbriefe jedoch nicht nur im privaten Wohnungsbau, sondern auch im gewerblichen Baubereich. Die Verzinsung liegt unter der, die für die ausgebenen Darlehen anfällt.
Unter Pfandfreigabe versteht man die Freigabe des Beleihungsobjektes, welches einem Darlehen zugeordnet ist. Dabei bedeutet dies nichts anderes, als dass dieses Beleihungsobjekt nicht mehr länger als Pfand für das Darlehen dient, also nicht mehr zu dessen Absicherung gebraucht werden darf. Die Pfandfreigabe wird frühestens zum Ende der Laufzeit des Darlehens erfolgen bzw. wenn dieses abgezahlt ist. Andere Varianten sind nur dann möglich, wenn ein ähnliches Objekt als Pfand eingesetzt werden kann. Dieses muss dann natürlich mindestens dem Restwert des zugrunde liegenden Darlehens entsprechen, um so für ausreichende Absicherung sorgen zu können, andernfalls wird das Kreditinstitut der Pfandfreigabe nicht zustimmen.
Bei der Finanzierung von Senioren- und Pflegeeinrichtungen gibt es einige Kriterien, die erfüllt sein sollten, damit entsprechende Finanzierungsangebote durch die Kreditinstitute erstellt werden können. Wichtig sind dabei der Betreiber ist (kleine, mittlere oder große Betreiber bzw. Eigentümer), das genaue Vorhaben (Umschuldung für neue oder bestehende Einrichtungen), der Standort (alte oder neue Bundesländer), das Objekt (Anzahl der Pflegeplätze), der Eigenkapitalanteil (mindestens 10% bis 20%) sowie die Bonität.
Unter Photovoltaik versteht man die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie. Das sind spezielle Halbleiterbauelemente, die als Solarzellen bezeichnet werden und in der Regel aus Silizium bestehen. Die Photonen aus dem Sonnenlicht, die eine geeignete Energiemenge haben, bewirken eine Herauslösung von Elektroden aus dem Atomverband und somit einen Stromfluss. Da, wie bereits erwähnt, eine optimale Sonneneinstrahlung nötig ist, sollte man als Immobilienbesitzer auf eine mögliche Südausrichtung der Dachfläche achten, wenn man eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung installieren möchte. Neben der Einspeisevergütung, die in Deutschland durch das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien geregelt ist, gibt es sehr viele Förderprogramme, die die Anschaffung einer solchen Anlage unterstützen. Weitere Informationen zur Photovoltaikversicherung
Die Preisangabenverordnung, kurz PAngV, ist im Jahr 1985 in Kraft getreten. Sie besagt, dass die Kreditinstitute, die Darlehen vergeben, in ihren Angeboten stets sämtliche Kosten und Preise aufführen, die für das Darlehen von Bedeutung sind. Im Bereich der Privatkunden sind die Kreditinstitute zusätzlich verpflichtet, den effektiven Zinssatz anzugeben, da erst durch diesen ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote möglich wird. Die Preisangabenverordnung zählt dabei in den Bereich des Verbraucherschutzes, da hier geregelt wird, dass sämtliche Kosten offen gelegt werden müssen und es nicht zu versteckten Kosten bei Darlehen kommen darf, die die Verbraucher nur unnötig irritieren würden.
Der Begriff "Privatdarlehen" wird im Zusammenhang einer Baufinanzierung genauso verwendet wie auch im privaten Bereich. Beim letzteren spricht von einem Privatkredit, also einem sogenannten Konsumentendarlehen. Weitere Informationen über Konsumentenkredite

Während man bei einer Baufinanzierung im Regelfall von nahen Verwandten oder nahestehenden Dritten Geld leiht. Das hat meist den Vorteil, dass die eigene Bonität nicht überprüft wird. Das Ausfallrisiko für den Geber dieses Privatkredites ist dadurch höher. Oftmals entspricht die Kreditsumme nicht dem tatsächlichen Bedarf, der Kreditnehmer muss dann weitere Finanzierungsformen in Anspruch nehmen.
Meist besteht bei Baufinanzierungen nach Ablauf der ersten Zinsfestschreibung noch ein Großteil des ursprünglichen Baudarlehens. Zur Verlängerung des Baudarlehens unterbreitet das finanzierende Kreditinstitut dem Darlehensnehmer ein Prolongationsangebot. Als Berechnungsgrundlage verwendet das Kreditinstitut die Ausgangssituation bei Darlehensabschluss. Das Angebot beinhaltet die gleichen Bedingungen in Bezug auf die Zinsbindung, die Monatsrate und eventuelle Sondertilgungsmöglichkeiten, der Zinssatz wird aber an den aktuellen Marktzins angepasst.

Tipp: Bevor Sie ein Prolonagtionsangebot annehmen, sollten Sie auf jeden Fall mit BaufiAgent - den Experten der Baufinanzierung sprechen. In den meisten Fällen können wir Ihnen ein günstigeres Baudarlehen anbieten.

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