Baufinanzierungslexikon F

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (F)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Ein aus vorgefertigten Teilen errichtetes Haus in Massiv- oder Holzbauweise. Meist werden diese Häuser schlüsselfertig an den Käufer übergeben, jedoch ist auch eine Auslieferung als Ausbauhaus möglich, bei dem ein Teil des Ausbaus vom Erwerber in Eigenleistung übernommen wird. Im Normalfall werden diese auch von den Kreditinstituten finanziert.
Ein Festdarlehen ist eine besondere Kredit- oder Baufinanzierungsform, bei der der gesamte geliehene Darlehensbetrag am vereinbarten Ende der Laufzeit oder Sollzinsbindung an den Darlehensgeber zurückgezahlt wird. Anders als bei Annuitätendarlehen werden bei dieser Darlehensform während der Laufzeit nur gleichbleibende Zinszahlungen - kein Tilgungsanteil - fällig. Den fälligen Tilgungsanteil zahlt der Darlehensnehmer bei dieser Kreditform jedoch nicht wie üblich an den Darlehensgeber, sondern als Kapitalanlage in ein Tilgungsersatzprodukt ein.
Wird der fällige Darlehenszins bei einem Ratenkredit oder einer Baufinanzierung während eines bestimmten Zeitraumes oder der gesamten Laufzeit auf einem bestimmten Niveau fixiert, bezeichnet man dies als Festzins. Bei Baufinanzierungen ist der Begriff Festzins meist eng mit der sogenannten Sollzinsbindung verbunden. Als Festzins wird in diesem Fall derjenige Darlehenszins bezeichnet, der während der Sollzinsbindung für das Darlehen gezahlt werden muss, unabhängig davon, wie sich der marktübliche Zins für Immobilienfinanzierungen in diesem Zeitraum verändert.

Eine Kündigung des Darlehens ist in dieser Zeit nicht möglich. Nur bei einer Sollzinsfestschreibung von mehr als zehn Jahren kann das Darlehen unter Berücksichtigung einer sechsmonatigen Frist gekündigt werden.
Festzinsdarlehen sind Kredite im Rahmen einer Baufinanzierung, bei denen die fälligen Darlehenszinsen bei Kreditaufnahme für einen bestimmten Zeitraum, die sog. Sollzinsbindung, fest vereinbart werden. Der Zinssatz des Festzinsdarlehens orientiert sich am zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Zinsniveau. Über die vereinbarte Zeit der Sollzinsbindung bleibt der Zinssatz auch dann konstant, wenn sich die Zinskonditionen am Kapitalmarkt ändern. Im Gegensatz zu Darlehen mit veränderlichem Sollzins, den sogenannten variablen Darlehen, hat der Darlehensnehmer mit einem Festzinsdarlehen somit eine hohe Planungssicherheit während des festgeschriebenen Zeitraumes. Das Gegenteil eines Festzinsdarlehens ist ein Gleitzinsdarlehen, bei dem sich die Konditionen in Abhängigkeit des am Kapitalmarkt gültigen Zinses jederzeit ändern.
Eine Feuerversicherung deckt Schäden an Gebäuden, die durch Brand, Blitzschlag oder Explosion entstehen. Im Schadensfall sollte sie die Gesamtkosten der Wiederherstellung des Gebäudes (Neuwertversicherung) übernehmen. Der Nachweis einer bestehenden Brandversicherung ist für die Finanzierung einer Immobilie eine Grundvoraussetzung. Weitere Informationen zur Feuerversicherung
Der Finanzierungsplan einer Baufinanzierung ist für künftige Immobilienbesitzer eine detaillierte Übersicht, der die anfallenden monatlichen Aufwendungen für das Darlehen über die ganze Laufzeit auflistet.

BaufiAgent erstellt ihren Kunden ein komplettes Baufinanzierungskonzept (Finanzierungplan in Verbindung mit konkreten Baufinanzierungsangeboten). In diesem Finanzierungsplan werden die Geldmittel nach Herkunft und Verwendung, die Eigenmittel eingeteilt in Eigenkapital und Eigenleistung, die Fremdmittel, also eventuelle Teildarlehen und Kredite Dritter, sowie alle anfallenden Aufwendungen des Immobilienerwerbes aufgelistet. Ferner werden Einkünfte und Ausgaben der Darlehensnehmer gegenübergestellt.
Als Flurkarte wird eine maßstäbliche Darstellung von Grundstücken, deren Grenzen und der Lage von Grundeigentum bezeichnet, die vom Katasteramt verwaltet wird. Da die Flurkarte sowohl Grenzen, als auch die Lage von Eigentum an Grund und Boden darstellt, bildet sie die Basis des Grundbuches.
Ein Flurstück (auch Parzelle genannt) ist ein abgegrenztes und amtlich vermessenes Stück Land, das in einer Flurkarte eingetragen ist - daher besteht ein Grundstück immer aus mindestens einem Flurstück. Bei einem Flurstück handelt es sich zudem immer um einen amtlich abgemessenen und geometrischen Teil eines Geländes, der zum Teil auch sichtbar markiert ist. In Deutschland ist ein Flurstück die kleinste Buchungseinheit im sogenannten Liegenschaftskataster, einem Register neben dem Grundbuch in dem Besitzverhältnisse über Grund und Boden festgehalten sind.
Darlehen, mit dem sich ein Darlehensnehmer bereits heute einen Zinssatz für ein Darlehen in der Zukunft sichern kann. Voraussetzung für die Aufnahme eines Forward-Darlehens ist das Vorhandensein einer Immobilie, über die eine Besicherung erfolgen kann. Häufig wird diese Darlehensform genutzt, wenn die Sollzinsbindung des bestehenden Darlehens erst in zwölf bis 60 Monaten endet, das aktuelle Zinsniveau jedoch gesichert werden soll. Für Forward- Darlehen werden je nach Dauer der "Aufschubzeit" Zinsaufschläge berechnet. Es fallen keine Bereitstellungszinsen an. Weitere Informationen über Forward-Darlehen
Als Fremdkapital bezeichnet man aus betriebswirtschaftlicher Sicht sämtliche Gelder, die nicht vom Kunden oder Unternehmer selbst in eine Baufinanzierung eingebracht werden. Fremdkapital wird üblicherweise dazu aufgenommen, um die Differenz zwischen der Finanzierungssumme und dem bestehenden Eigenkapital auszugleichen. Fremdkapital ist demnach das Gegenteil von Eigenkapital und wird von einer "fremden" Partei in die Finanzierung eingebracht.
Um in Deutschland die Wohneigentumsquote zu erhöhen, wurden zur Erleichterung von Baufinanzierungen staatliche Förderungen eingerichtet. Dies wurde einerseits durch die Bereitstellung öffentlicher Mittel, Bürgschaften oder Zulagen ermöglicht. Größte Anbieter öffentlicher Fördermittel in Nordrhein-Westfalen sind die KfW-Förderbank und die NRW-Bank. Weitere Informationen zu Förderprodukten

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