Baufinanzierungslexikon E

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (E)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Preis eines Darlehens, in dem nahezu alle Preisbestandteile berücksichtigt sind. Der Effektivzins ermöglicht grundsätzlich den Vergleich verschiedener Angebote. Die Effektivzinsberechnung ist in der Preisangabenverordnung (PAngV) geregelt. Der Begriff des anfänglichen effektiven Jahreszinses ist mit dem Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie entfallen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden vom Darlehensgeber gewisse Annahmen für die Berechnung des effektiven Jahreszinses unterstellt, welche die Vergleichbarkeit des Effektivzinses einschränken können. Ihr BaufiAgent Finanzierungsexperte erläutert Ihnen diese Besonderheit gerne im Detail.
Eigene Vermögenswerte, die für die Baufinanzierung eingesetzt werden. Zum Eigenkapital zählen: Bargeld, Bank- und Sparguthaben, Schenkungen, Wertpapiere, eigene unbelastete Grundstücke, Bausparguthaben und Eigenleistungen.
Als Eigenleistung bezeichnet man persönliche Arbeitsleistungen (Selbst-, Verwandten- und Nachbarschaftshilfe), die zur Einsparung von Handwerkerlohnkosten erbracht wird. Die Höhe der Eigenleistung wird vielfach überschätzt. Risiken liegen im hohen Zeitaufwand, der längeren Bauzeit, der teilweise unzureichenden fachlichen Qualifikation und dem Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen. Die Eigenleistung wird oft auch als Muskelhypothek bezeichnet.
Wenn der Darlehensnehmer seine Immobilie selbst bewohnt, spricht man von Eigennutzung. Diese Art der Nutzung kann für bestimmte Darlehensformen oder Sondervereinbarungen vorgeschrieben sein.
Beim Kauf einer Eigentumswohnung wird nicht nur das Sondereigentum (die Wohnung selbst) sondern auch ein Miteigentumsanteil (Anteil am Gemeinschaftseigentum) erworben. Die Eigentumsverhältnisse sind im Wohnungseigentumsgesetz und der Teilungserklärung geregelt.
Ein vom Finanzamt festgesetzter Richtwert für Grundstücke und Gebäude, nach dem u.a. die Grundsteuer ermittelt wird. Der Wert liegt deutlich unter dem tatsächlichen Wert der Immobilie und wird mittels des Einheitswertbescheides dem Eigentümer mitgeteilt.
Eine von sieben im Einkommenssteuergesetz (§21 EStG) geregelten Einkunftsarten. Diese Einkünfte umfassen alle einkommensteuerpflichtigen Überschüsse oder Verluste aus Vermietung oder Verpachtung eines unbebauten oder bebauten Grundstückes. Als Werbungskosten sind beispielsweise Kosten für Modernisierung, Reparaturen, Versicherung, Grundsteuer sowie Aufwendungen für Wasser und Schornsteinfeger abzuziehen. Zusätzlich können Darlehenszinsen und Abschreibungen (AfA) steuerlich geltend gemacht werden.
Von einer Einliegerwohnung spricht man, wenn in einem Einfamilienhaus eine Wohnung separat und in sich abgeschlossen ist, eine Wohnfläche von mindestens 25 Quadratmetern aufweist und eine eigene Küche sowie sanitäre Einrichtungen vorhanden sind.
In der Einmalvalutierungserklärung bestätigt der Grundschuldgläubiger gegenüber einem nachrangigen Gläubiger, die Grundschuld nur zur Sicherung eines konkret festgelegten Darlehens zu verwenden. Die Grundschuld darf in diesen Fällen nicht zur Sicherung eines weiteren Darlehens herangezogen werden, bzw. eine Revalutierung von freien Grundschuldteilen ist nur mit Zustimmung der nachrangigen Gläubiger möglich. Die Abgabe dieser einschränkenden Verpflichtungserklärung bedarf der Mitwirkung des Grundstückseigentümers. Öffentlich-rechtliche Kreditanstalten (WfA, LTH, SAB etc.) legen nachrangige, öffentlich geförderte und daher zinsgünstige Darlehen in der Regel nur heraus, wenn der Gläubiger der vorrangigen Grundschuld eine Einmalvalutierungserklärung abgibt. werden.
Die Eintragungsmitteilung ist ein Veränderungsnachweis des Grundbuchamtes über vorgenommene Eintragungen oder Löschungen im Grundbuch. Das Grundbuchamt informiert damit die Eigentümer und Berechtigten über Eigentümerwechsel, Eintragungen, Abtretungen und Löschungen in Abteilung II und III.
Die Darlehensschuld wird beim endfälligen Darlehen am Laufzeitende zurückgezahlt. Während der Laufzeit zahlt der Darlehensnehmer ausschließlich die anfallenden Zinsen für das Darlehen. Weitere Informationen zu Darlehensarten in der Immobilienfinanzierung.
Wiederkehrender Betrag für Inanspruchnahme und Nutzung eines Erbbaurechts. Er ist an den Grundstückseigentümer zu zahlen und nach §9 Abs. 2 der ErbbauRVO nach Zeit und Höhe für die gesamte Laufzeit festzulegen.
Erbpacht ist ein anderes Wort für den Begriff Erbbaurecht. Ein solches Recht ist in der Regel zeitlich begrenzt (meist 99 Jahre) und ermöglicht einem Bauherren, ein Haus auf einem Grundstück zu errichten und zu nutzen, ohne selbst das Grundstück erwernen zu müssen. Dafür zahlt er über die gesamte Nutzungsdauer einen im Voraus festgelegten Erbbauzins an den Eigentümer des Grundstückes.
Die Gesamtheit der erforderlichen Aktivitäten, um ein Grundstück baureif zu machen. Dazu zählen der Anschluss des Grundstückes an die Wasser- und Abwasserversorgung und die Anbindung an das Gas-, Strom- und Telefonnetz. Verantwortlich für die Infrastrukturanbindung ist in der Regel die Gemeinde, allerdings wird der Grundstückseigentümer an den Kosten (Erschließungskosten) beteiligt.
Kosten, die entstehen, um ein Grundstück baureif zu machen. Dazu gehören Aufwendungen für den Anschluss des Grundstückes an die Kanalisation, an öffentliche Verkehrswege und an die Wasser- und Energieversorgung.
Insbesondere bei vermieteten Mehrfamilienhäusern bildet der Ertragswert die Grundlage zur Berechnung des Beleihungs- und Verkehrswertes. Die Berechnungsbasis bilden die Erträge aus Mieten und Pachten abzüglich der Bewirtschaftungskosten. Diese werden auf die Restnutzungsdauer der Immobilie hochgerechnet.
Alle Kosten, die beim Erwerb eines Grundstückes oder einer Immobilie anfallen. Dazu zählen die Maklerprovision, Gerichts- und Notargebühren, Vermessungskosten und Kosten für den Grundbucheintrag und Bodenuntersuchungen. Bei nicht zur Selbstnutzung vorgesehenen Immobilien können die Erwerbskosten steuerlich abgesetzt werden.
Das Merkblatt ist fester Bestandteil des "Freiwilligen Verhaltenskodexes für wohnwirtschaftliche Kredite". Diese Vereinbarung wurde zwischen den Europäischen Verbraucherorganisationen und den Europäischen kreditwirtschaftlichen Verbänden, deren Mitglieder wohnungswirtschaftliche Darlehen anbieten, ausgehandelt und angenommen. Die Vereinbarung unterstützt einen freiwilligen Verhaltenskodex, der von jedem Kreditinstitut umgesetzt werden sollte, das Baufinanzierungen anbietet. Mit dem Kodex soll die Transparenz der Informationen und deren Vergleichbarkeit sichergestellt werden. Bestandteil dieser Vereinbarung ist, dass dem Interessenten (bereits in der vorvertraglichen Phase) Informationen zu den Rahmenbedingungen der Finanzierung zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen Informationen zum Kreditinstitut und personalisierte Angaben zu den Finanzierungseckdaten (z.B. Sicherheiten, Verzinsung, Kosten, Rückzahlung, u.ä.).

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