Baufinanzierungslexikon A

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Fachbegriffe der Baufinanzierung (A)

Die Begriffe der Baufinanzierung sind nicht immer leicht zu verstehen. Unser Baufinanzierungslexikon erklärt Ihnen einfach die gängigen Begriffe im Baufinanzierungsbereich.

Baufinanzierung verständlich erklärt

Bescheinigung des Bauaufsichtsamtes, dass die Wohnungen in einem Haus nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) abgeschlossen sind. Das heißt, dass sie baulich von den anderen Wohneinheiten getrennt sind und einen eigenen abschließbaren Zugang von außen besitzen.
Die Verpflichtung eines Darlehensnehmers, sich innerhalb einer vereinbarten Frist (der sog. Abnahmefrist) das Baudarlehen auszahlen zu lassen.
Die Wertminderung von Immobilien kann jährlich zu einem bestimmten Prozentsatz als steuerlicher Verlust von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgeschrieben werden. Es kann zwischen zwei Formen der Abschreibung gewählt werden: der linearen Abschreibung (jährlich gleich bleibende Abschreibungsbeträge) und der degressiven Abschreibung (jährlich abnehmende Abschreibungsbeträge). Bei der degressiven Form ist die Steuermindernde Wirkung aufgrund der anfänglich höheren Abschreibung in den ersten Jahren höher. Bei Altbauten ist nur die lineare Abschreibung möglich, während bei Neubauten ein Wahlrecht zwischen beiden Abschreibungsarten besteht.
Übertragung von Rechten und Ansprüchen auf einen Dritten. Bei einer Baufinanzierung kommen z.B. folgende Abtretungen vor: Abtretung der Rechte und Ansprüche aus Bausparverträgen, Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds und Grundschulden.
Beim Agio handelt es sich um ein Aufgeld oder einen Aufschlag auf den Nennwert eines Darlehens, ausgedrückt in Prozent oder Euro. Stellt eine Bank ein Darlehen mit Agio bereit, wird der Darlehensnettobetrag vollständig ausgezahlt, es ist jedoch der entsprechend höhere Betrag (darlehensbruttobetrag) vom Darlehensnehmer zurückzuzahlen.

Im Gegensatz hierzu stehr das "Disagio" auch "Abgeld" genannt.
Nach §5 des Bausparkassengesetzes müssen Bausparkassen ihrem Geschäftsbetrieb Allgemeine Bedingungen für Bausparverträge zugrundelegen. Diese werden gemäß §305 BGB in den Bausparvertrag einbezogen.
Die allgemeinen Darlehensbedingungen sind die Bestimmungen eines Darlehensvertrags, welche vom Darlehensgeber vorformuliert wurden und für alle Kunden bei der Abwicklung des Darlehens gleichermaßen gelten. Mit Unterzeichung des Darlehensvertrags werden diese allgemeinen Darlehensbedingungen anerkannt. Sie sind vergleichbar mit den AGBs, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen anderer Verträge.
Ein langfristiges Baudarlehen, welches vom Darlehensnehmer in monatlich, konstanten Darlehensraten (der so genannten Annuität) zurückgezahlt wird. Die Annuität besteht aus Zins und Tilgung. Während der Laufzeit bleibt die monatliche Rückzahlungsrate stets gleich, jedoch verringert sich der Zinsanteil mit jeder Zahlung, während der Tilgungsanteil durch den ersparten Zinsanteil kontinuierlich steigt.
Die Anschaffungskosten einer Immobilie beinhalten neben dem Kaufpreis auch Erwerbsnebenkosten wie beispielsweise Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision, Erschließungs- und Finanzierungskosten. Da Abschreibungen nur auf die Immobilie und nicht auf den Grund und Boden möglich sind, müssen die Anschaffungsnebenkosten anteilig berechnet werden.
Bei einer Anschlussfinanzierung wird das bestehende Darlehen, bei Ablauf der Zinsfestschreibung oder für eine Umschuldung auch innerhalb der Zinsbindung, durch ein neues Baudarlehen abgelöst. Wenn das neue Baudarlehen beim gleichen Kreditinstitut aufgenommen wird, spricht man auch von einer Prolongation. Eine Umschuldung wird vorgenommen, wenn der Darlehensnehmer das Kreditinstitut wechselt.
Die Anschlusskosten beinhalten alle Kosten für die Anbindung des Grundstückes an das öffentliche Versorgungsnetz für den Bereich vom Haus bis zur Grundstücksgrenze. Die Anschlusskosten beziehen sich auf Wasser, Abwasser, Gas, Strom und Telekommunikation.
Ein Arbeitgeberdarlehen wird vom Arbeitgeber an Betriebsangehörige zur Finanzierung von Wohneigentum vergeben. Meist erhält der Arbeitnehmer in diesem Darlehen besonders günstige Konditionen, die er jedoch als geldwerten Vorteil versteuern muss.
Wer als Arbeitnehmer bestimmte Einkommensgrenzen nicht übersteigt, kann sich die Arbeitnehmersparzulage sichern. Dabei wird durch den Arbeitgeber ein bestimmter Betrag, die sogenannten vermögenswirksamen Leistungen (VWL), auf einen Bausparvertrag eingezahlt. Nach einer gesetzlichen Bindefrist von sieben Jahren kann der Bausparer über das eingezahlte Kapital und die Arbeitnehmersparzulagen verfügen. Will der Bausparer jedoch vor Ablauf dieser Frist über das Kapital verfügt, müssen die bereits gezahlten Arbeitnehmersparzulagen von der Bausparkasse, aus dem Vertrag entnommen und wieder an das Finanzamt zurückgezahlt werden.
Diese sichert den schuldrechtlichen Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück. Die Auflassungsvormerkung wird in Abteilung II des Grundbuches eingetragen. Sie schützt den zukünftigen Besitzer davor, dass der Verkäufer dieses Objekt nicht zweimal verkauft und/oder mit weiteren Lasten und Beschränkungen, die nicht mit dem Erwerb der Immobilie zusammenhängen, belastet.
Der Aufteilungsplan ist eine Bauzeichnung, welche von der Baubehörde mit Unterschrift beurkundet wurde. Hierin werden sowohl die Aufteilung des Gebäudes als auch die genaue Lage und Größe sowie die Aufteilung des Gebäudes verzeichnet. Eine Nummerierung der Nutzungseinheiten soll Verwechslungen und Irrtümer ausschließen.
Öffentliche Zuschüsse oder Darlehen für Eigentümer neu errichteter, eigengenutzter Immobilien. Diese sollen nach den Bestimmungen des II. WoBauG zu einer Entlastung nach dem Bezug beitragen und werden über mehrere Jahre hinweg in abnehmenden Monatsraten ausgezahlt. Für den Erhalt von Aufwendungshilfen müssen bestimmte Wohnflächen- und Einkommensgrenzen eingehalten werden. Diese Fördermöglichkeiten sind je nach Bundesland unterschiedlich. Die genauen Konditionen können den Förderungsbestimmungen der einzelnen Bundesländer entnommen werden.
Bei Ausbauhäusern handelt es sich um Immobilien, welches aus vorgefertigten Teilen nur bis zu einem bestimmten Grad durch eine Baufirma errichtet werden. Im Gegensatz zum Fertighaus wird ein Ausbauhaus nicht schlüsselfertig geliefert, sondern durch den Bauherrn in Eigenleistung fertiggestellt.
Bei Außenanlagen denken die meisten Bauherrn an Garten, Bäume, Hecke und Gartenzaun. Zur den Außenanlagen gehören aber auch alle Versorgungs- und Entsorgungsleitungen vom Haus bis zur Grundstücksgrenze. Auch die Befestigung der Wegen und Pflasterungen gehören dazu. Die Kosten für die Außenanlagen können zum Teil zu den Herstellungskosten hinzu gerechnet werden.
Der Auszahlungskurs ist der Prozentsatz eines Baudarlehens, welcher an den Darlehensnehmer ausgezahlt wird. Heutzutage werden die Baudarlehenen meistens zu 100% ausgezahlt. Vereinbart der Darlehensnehmer, aus steuerlichen Gründen, ein "Dissagio" wird die Auszahlungssumme um dieses gekürzt.
Auszahlungsvoraussetzungen sind im Darlehensvertrag vereinbarte Bedingungen, die innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt sein müssen, damit der Darlehensgeber das Baudarlehen auszahlen kann (z.B. Einreichung von bestimmten Unterlagen, Regeln der Darlehensannahme, die Eintragung der Grundschuld usw.).
Unter einem Aval (auch Avalbürgschaft genannt) versteht man eine Bürgschaft oder eine Garantie eines Darlehensinstitutes. Die Bürgschaft erfolgt nicht in Form von Geldbeträgen, sondern das Darlehensinstitut stellt die eigene Kreditwürdigkeit zur Verfügung. Wird von einem Darlehensinstitut eine Bürgschaft zur Verfügung gestellt, entsteht die Verpflichtung für das Institut, für Verbindlichkeiten des Darlehensnehmers gegenüber Dritten einzustehen. Gibt das Darlehensinstitut eine Garantie, steht es für einen bestimmten zukünftigen Erfolg ein.

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